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Fahrtkosten bei Abordnungen: Unbedingt Ausschlussfrist beachten!

Verschenken Sie kein Geld!
Als abgeordnete Lehrkraft sollten Sie in diesen Tagen Ihren Antrag auf Erstattung der Fahrtkosten einreichen - denn hierfür ist eine Ausschlussfrist von 6 Monaten einzuhalten, die mit dem Tag der ersten Fahrt beginnt. Diese Fahrtkosten können sich auf höhere Beträge summieren, insbesondere wenn Sie mehrmals wöchentlich fahren und/oder lange Fahrtstrecken zu bewältigen haben - manch einer hat ja für die Hin- und Rückfahrt zu einer Grundschule bis zu 60 oder 80 km zurückzulegen, was in sich schon ein Unding ist.

Deshalb: Finanzieren Sie das nicht auch noch aus eigener Tasche, sondern stellen Sie jetzt den Antrag auf Erstattung. Einzelheiten dazu finden Sie in unserer Information "Erstattung von Reisekosten bei Abordnungen".

Studie zur Arbeitszeit der Gymnasiallehrer: Machen Sie mit!

Untersuchung des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) zur Arbeitszeit der Gymnasiallehrer wendet sich an alle Lehrkräfte an den Gymnasien - Zeitraum in Niedersachsen 12. Februar bis 11. März 2018

Obwohl alle bisherigen Untersuchungen zur Lehrerarbeitszeit eindeutig belegen, dass die Arbeitszeit der Gymnasiallehrer weit über der für alle Beamten gesetzlich zulässigen 40-Stunden-Woche liegt, weigert sich das Land weiterhin, hieraus spürbare und umgehende Konsequenzen zu ziehen: für die dringend erforderliche generelle Kürzung der Unterrichtsverpflichtung sieht die bisherige Kultusminister aufgrund des Zwischenberichts der noch von ihr eingesetzten Arbeitszeitkommission "keine rechtliche Veranlassung", und bei Teilzeitbeschäftigten und Schulleitern müssten zwar "Entlastungseffekte" angestrebt werden, aber "die empirische Basis für arbeitszeitrechtliche Regelungen sei nicht valide genug."

Es ist ein Skandal, wie sich die Politik weiterhin aus ihrer Verantwortung stehlen und gegen Recht und Gesetz verstoßen will. Daher müssen wir weiter Druck machen und auch den Rechtsweg beschreiten, wenn wir endlich die erforderliche Senkung unserer viel zu hohen Arbeitszeit erreichen wollen. Die DPhV-Arbeitszeitstudie kommt angesichts dieser Situation genau zur rechten Zeit, denn sie untersucht ganz konkret und differenziert die spezifische Arbeitszeit der Lehrer an Gymnasien einschl. der Funktionsinhaber und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit und wird uns so für unseren Kampf um Arbeitszeitgerechtigkeit solide Daten liefern, an denen niemand vorbei kann.

Daher unterstützen wir diese Untersuchung, die sich an alle Lehrkräfte des Gymnasiums wendet. Wenn Sie wollen, dass Ihre Arbeitszeit endlich verkürzt wird, dann machen Sie mit!
  • Erfassen auch Sie Ihre Arbeitszeit!
  • Beschreiben auch Sie Ihre täglichen Belastungen!
Je mehr Lehrkräfte teilnehmen, umso nachdrücklicher können wir auf dieser Datenbasis Arbeitszeitgerechtigkeit einfordern!

Näheres entnehmen Sie unserem Schnellbrief und dem Informationsblatt des DPhV. Die Untersuchung ist auf die Schulform Gymnasium beschränkt, weil schon so bundesweit 157.000 Lehrkräfte zur Teilnahme aufgerufen sind und zudem die Schulformen außerhalb des Gymnasiums - KGS, IGS, Gemeinschaftsschule, Stadtteilschule etc. - bundesweit nicht vergleichbar sind. Dennoch werden wir in unserem Kampf natürlich auch die Arbeitszeit der Lehrkräfte an Gesamtschulen mit einbeziehen.

Weitere Informationen werden folgen, einschl. Informationsblätter für alle Lehrkräfte in den Gymnasien. Eine vorherige "Anmeldung" zur Teilnahme ist nicht erforderlich. Anfang Februar erhalten unsere Obleute in den Schulen zur Verteilung für jede Lehrkraft ein Schreiben mit den erforderlichen TANs, mit denen jeder dann individuell online die entsprechenden Daten eingeben kann.

Abordnungen: Rechtsgrundlagen und Modalitäten

Noch immer dreht sich an den Schulen das Abordnungskarussell. Wir haben daher noch einmal alle Informationen über die Rechtsgrundlagen und die Modalitäten übersichtlich zusammengestellt und insbesondere auch um die Fragen der Erstattung der Fahrtkosten und der Begriffsbestimmung der Dienstreise ergänzt.

Hier noch einmal unsere Empfehlungen: Nehmen Sie Ihre Tätigkeit an der anderen Schule erst auf, wenn Ihnen die Abordnungsverfügung schriftlich vorliegt! Bei Benutzung des PKW: Lassen Sie sich von Ihrer Schulleitung die Fahrten als in "erheblichem dienstlichem Interesse" liegend bestätigen - die entsprechende Genehmigung, die problemlos ausgestellt werden sollte, bedeutet für Sie eine höhere Fahrtkostenpauschale und eine deutlich bessere finanzielle Absicherung bei Schadensfällen, wie Sie Punkt 11 und 12 der Übersicht entnehmen können.

Besoldung und Entgelt

Flyer des Philologenverbandes

  • mit den Besoldungstabellen ab 1. Juni 2017 sowie
  • den Entgelttabellen für niedersächsische Lehrkräfte vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

Flexibler Unterrichtseinsatz: Sichern Sie jetzt Ihre Rechte!

Wir unterstützen und beraten Sie – und geben unseren Mitgliedern Rechtsschutz
 
Zu kaum einem anderen Thema erhalten wir so häufig und so nachdrücklich Anfragen wie zum Thema „Flexibler Unterrichtseinsatz“. So unterschiedlich auch die Handhabung an manchen Schulen ist – vieles ist rechtlich eindeutig geregelt, und wenn diese Bestimmungen beachtet würden, gäbe es nicht so viele Verstöße gegen die Rechte der Lehrkräfte.

Wir haben daher unter dem Titel „Flexibler Unterrichtseinsatz: Flexi-Konto und Abbau von Plusstunden“ wichtige Informationen für Sie zusammengestellt. Wir empfehlen dringend, Ihr Flexi-Konto gerade jetzt am Schuljahresende zu überprüfen und vor allem auch darauf zu bestehen, dass Mehr- oder Minderstunden zeitnah, das heißt durch entsprechend angepassten Einsatz in der Unterrichtsverteilung für das neue Schuljahr, ausgeglichen werden – denn sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihnen Ihre Plusstunden verloren gehen. Außerdem zeigen wir Möglichkeiten auf, wie Berge von Plusstunden, die manche Lehrkraft vor sich herschiebt, abgebaut und gesichert werden können. Beachten Sie auch die besonderen Hinweise für A14 in Teilzeit.

Es geht um Ihre Arbeitszeit! Deshalb: Informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse über dieses Thema, denn nur so können Sie Ihre Rechte wahrnehmen. Wenn Sie Beratung und Unterstützung benötigen – wir sind für Sie da und geben unseren Mitgliedern Rechtsschutz, wenn es erforderlich sein sollte.

Rot-Grün verletzt Arbeitszeitrechte der Lehrer

Philologenverband setzt Kampf für Arbeitszeitgerechtigkeit auf dem Rechtsweg fort

Genau vor 2 Jahren ist unsere Klage gegen die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrer beim OVG Lüneburg erfolgreich entschieden worden: das Land musste die widerrechtliche Erhöhung von 23,5 Wochenstunden auf 24,5 zurücknehmen. Doch die rot-grüne Landesregierung hat aus dieser blamablen Niederlage offensichtlich immer noch nichts gelernt: weiter verweigert sie eine Arbeitszeituntersuchung und eine Senkung der Unterrichtsverpflichtung, weiter verstößt sie durch bewusste Verzögerung der Umsetzung von Rechtsvorschriften oder deren vollständige Negierung gegen bestehendes Recht. Nachdem Gespräche und unsere Eingaben an Politik und Verwaltung ohne Wirkung geblieben sind, werden wir jetzt unseren Einsatz für eine gerechte und rechtskonforme Lehrerarbeitszeit entschlossen und konsequent erneut auf dem Rechtswege fortsetzen.
 
Wir haben heute in einer gut besuchten Pressekonferenz anhand unserer Pressemitteilung diesen skandalösen Umgang der Landesregierung mit Gesetz und Recht, wenn es um die Arbeitszeit der Lehrkräfte geht, und die Empörung und Verbitterung in den Kollegien dargestellt. Die in der Anlage zur Pressemitteilung dargestellten konkreten Beispiele sind teilweise wesentlich komplexer, als es sich in der hier gebotenen Kürze wiedergeben lässt. Wir werden im Einzelnen darüber in naher Zukunft detaillierter informieren und auch insbesondere bei der Frage der Teilzeitkräfte unterschiedlich betroffene Gruppen unterscheiden.

Korrekturzeiten im diesjährigen Abitur eine Zumutung

Zu kurze Korrekturfristen führen zu rechtswidriger Überschreitung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit

Immer noch erreichen uns täglich empörte Schreiben betroffener Lehrkräfte über die viel zu kurzen Korrekturzeiten im diesjährigen Abitur in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik – zu Recht, denn die Terminsetzungen aufgrund des länderübergreifenden Aufgabenpools waren mehr als eine Zumutung. Und nicht nur das: Die von den Lehrkräften geforderte Arbeitszeit mit normalem Unterricht plus Korrekturen lag teilweise bei ca. 80 Stunden in der Woche und damit weit über der rechtlichen Höchstgrenze von 48 Stunden bei Vollzeitbeschäftigten – von Teilzeitlehrkräften ganz zu schweigen.

Wir hatten die Kultusministerin schon seit Sommer des letzten Jahres in mehreren Schreiben auf diese vorhersehbare unerträgliche Situation hingewiesen und Abhilfe gefordert – vergeblich: eine Unrechtmäßigkeit konnte (bzw. wollte) sie nicht erkennen und sah daher auch keinen Grund für dringend erforderliche Entlastungen, z.B. durch Korrekturtage. Einige Dezernenten und Schulleiter haben dennoch sehr flexibel und besonnen reagiert und für dringend erforderliche Entlastungen gesorgt - andere allerdings waren dazu nicht bereit.

Wir haben daher jetzt unsere Juristen mit der Prüfung der weiteren Schritte beauftragt und betroffenen Mitgliedern, die sich an uns gewandt haben, Rechtsschutz gewährt. Denn im nächsten Jahr sieht es terminlich nicht viel besser aus, und eine solche Situation wie in diesem Jahr wollen und müssen wir verhindern – wenn erforderlich, auch auf dem Rechtsweg! Hier sind eindeutig Bestimmungen des Arbeitsrechts und des Arbeits- und Gesundheitsschutzes insgesamt sträflich verletzt – und das lassen wir uns nicht gefallen!

Minusstunden nach dem Abitur

Der aktuelle Stand im Überblick

Anfang Mai hatten wir darüber informiert, dass wir im MK mehrfach Gespräche mit dem Ziel geführt hatten, die in den Schulen zunehmend unerfreulichen Dispute zur Frage der Zählung von Minusstunden nach dem Abitur zu beenden. Mit dem neuen Erlass vom 28.4.2017, der inzwischen über die Regionalabteilungen in allen Schulen eingegangen sein muss, stellt das MK unter der Überschrift  „Minderstunden bei Freistellung von Schülerinnen und Schülern vom Unterricht für die Abiturprüfung 2017“ klar, dass – entgegen der Auffassung mancher Schulleiter - die Hinweise im Schulverwaltung 10/2007" auch weiterhin zu beachten sind".

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Korrekturbelastungen im Abitur: Arbeitszeit- und arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen beachten

“Gymnasium aktuell”  mit wichtigen Infos zur Arbeitszeit, zur Teilzeit und zu Einstellungen

In der neuen Ausgabe von “Gymnasium aktuell”, die direkt nach den Osterferien in den Schulen eingetroffen sein müsste, informieren wir über hochaktuelle und wichtige Themen:

  • die besonderen Korrekturbelastungen im schriftlichen Abitur nach den Osterferien: in  den Schulen sind arbeitszeit- und arbeitsschutzrechtliche Vorgaben zu beachten
  • die anhaltende Weigerung der Ministerin, den Rechtsanspruch von Teilzeitkräften auf Entlastung umzusetzen
  • die Art und Weise, wie durch die Regierungsfraktionen im Niedersächsischen Landtag unsere Online-Petition zur Senkung der Lehrerarbeitszeit „abgebügelt“ wurde
  • die verantwortungslose Einstellungspolitik der Ministerin
Die neue Ausgabe können Sie hier herunterladen.

Bessere Besoldung und Beförderungsmöglichkeiten erforderlich

Heiligenstadts Werbeaktion für den Lehrerberuf kann ohne bessere Bedingungen nicht gelingen

Die schlechte Unterrichtsversorgung und der sich auch für die nächsten Jahre abzeichnende Lehrermangel haben die Kultusministerin veranlasst, mit einem Flyer für "ein Studium mit Perspektiven" und den Beruf des Lehrers zu werben - eine Aktion, die wir zur Sicherung der Unterrichtsversorgung und besserer Arbeitsbedingungen für die Lehrer nur unterstützen können.

Was die Ministerin in ihrem Flyer allerdings verschweigt ist, dass die Besoldung in Niedersachsen weit hinter anderen Bundesländern zurückbleibt und daher nicht zu erwarten ist, dass fertig ausgebildete Lehrkräfte sich nun gerade um eine Einstellung in Niedersachsen bewerben. Wir haben daher in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass eine Werbung für mehr Lehrer in Niedersachsen nur erfolgreich sein kann, wenn endlich die Besoldung und die Beförderungsmöglichkeiten an die anderer Bundesländer angepasst werden. Und das heißt in aller Deutlichkeit: Die Gehälter müssen erhöht und mehr Beförderungsmöglichkeiten geschaffen werden.