logo

 

Philologenverband macht mobil

Wut, Empörung und Verbitterung in den Schulen

Die Beschlüsse des Landeskabinetts, die wöchentliche Pflichtstundenzahl der Gymnasiallehrer auf 24,5 Wochenstunden zu erhöhen, die Altersermäßigung gegen alle bisherigen Zusagen nicht auf den früheren Stand anzuheben und die Verschiebung der Besoldungsanpassung um fünf Monate sind ein Feldzug gegen die Lehrer sowie die Beamten und Versorgungsempfänger und haben daher zu Recht bei den Betroffenen Wut, Empörung und Verbitterung ausgelöst.

Der Philologenverband hatte bis zuletzt auf verschiedenen Wegen versucht, mit unseren guten Argumenten die Ministerriege um Ministerpräsident Weil zur Vernunft zu bringen. Doch die Entscheidung des Kabinetts lässt jegliches Verständnis für die vorgebrachten Argumente vermissen, obwohl wir auch darauf hingewiesen hatten, dass es feste Zusicherungen von Politikern gebe, keine Eingriffe vorzunehmen, die sich rechtlich und moralisch verbieten. Doch Recht und Moral sind offenbar in der Politik zu nachrangigen Kategorien geworden.

Dieses skandalöse Verhalten des Landeskabinetts kann, daran gibt es keinen Zweifel, nicht ohne unmissverständliche Erwiderungen bleiben, und die Reaktionen aus den Schulen zeigen jetzt schon, dass die Lehrerinnen und Lehrer entschlossen sind, den Politikern zu zeigen, was man von ihnen und ihren Beschlüssen hält.

In den Sommerferien laufen die Gespräche auch mit anderen Lehrerverbänden, um verschiedene Maßnahmen abzustimmen und zu koordinieren und zu gemeinsamen Aktionen zu kommen: Eine große Demonstration in Hannover ist das mindeste, was wir einer verlogenen Politik schuldig sind.

Der Philologenverband wird noch vor Beginn des Unterrichts am Ende der Sommerferien über die anstehenden Maßnahmen informieren und alle Lehrerinnen und Lehrer unter Angabe von Ort und Zeit zum Protest nach Hannover aufrufen. Da jeder inzwischen weiß, dass das Maß voll ist, wird der Appell zur Teilnahme nicht ungehört bleiben. Davon sind wir überzeugt.