logo

 

30 Fragen zur tatsächlichen Arbeitszeit der Lehrkräfte



Pressemitteilung der CDU vom 13.08.2013

Seefried: Weiß die Kultusministerin, wovon sie spricht? – CDU-Fraktion stellt Anfrage zur tatsächlichen Lehrerarbeitszeit

Hannover. Mit einer Anfrage will sich die CDU-Landtagsfraktion über die tatsächliche Arbeitszeit der Lehrkräfte an allen Schulformen informieren lassen. Hintergrund sind die von Rot-Grün geplante Mehrarbeit für Gymnasiallehrer sowie die künftig ausfallende Altersermäßigung für Lehrer. „Angesichts dieser weit reichenden Beschlüsse frage ich mich, ob Kultusministerin Heiligenstadt überhaupt weiß, wovon sie spricht", sagte der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried. Ihn wundere der Protest der Lehrer nicht: „Bei der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung lässt die Ministerin die tatsächlichen Arbeitszeiten außer Betracht." Selbst Bildungsforscher gingen davon aus, dass Aufgaben wie die Vorbereitung von Schulstunden, die Korrektur von Klassenarbeiten oder Elterngespräche neben der Verwaltungstätigkeit mehr als 40 Prozent der Lehrerarbeit ausmache. „Wenn die Ministerin davon spricht, dass die Mehrbelastung ‚vertretbar und verkraftbar' sei, ist das blanker Hohn oder offenbart eine große Unkenntnis."

Seefried weiter: „Die Maßnahmen der Landesregierung stehen im Widerspruch zur angekündigten ‚Zukunftsoffensive Bildung'." Vieles von den Tätigkeiten der Lehrer bleibe im Verborgenen. „Lehrer zu sein definiert sich nicht allein über die Unterrichtsverpflichtung. Das Berufsbild hat sich erheblich verändert, die Aufgabenbereiche sind gewachsen, gerade in Zeiten von Inklusion und Ganztagsbetreuung", sagte Seefried. Es sei interessant zu erfahren, wann die Landesregierung begonnen habe, die schwerwiegenden Maßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer zu prüfen. „Dafür, dass von einer Veränderung der Lehrerarbeitszeit noch im März keine Rede war, ist sie von Kultusministerin überraschend schnell verordnet worden", sagte Seefried. Solche Sparauflagen wie auch das Aus für die Altersermäßigung könnten nicht einfach übers Knie gebrochen werden und müssten fundiert begründet werden. Dass zudem Finanzminister Schneider in diesem Zusammenhang meinte, lediglich die „Hoffnung" sei enttäuscht worden, sei eine Unverschämtheit. „Wir fordern eine Bildungspolitik, die nicht zu Lasten unserer Lehrer geht. Rot-grüne Wahlversprechen dürfen nicht auf ihre Kosten eingelöst werden", kritisierte Seefried.