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Tausende skandierten: So nicht, Rot-Grün!

Machtvolle Demonstration der Lehrerinnen und Lehrer in Hannover

10.000 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Teilen Niedersachsens,darunter mindestens 6.000 Gymnasiallehrer, haben gestern in einer eindrucks-vollen Demonstration ihren Unmut und ihre Verbitterung über die von der rot-grünen Landesregierung geplante Erhöhung der Unterrichts-verpflichtung der Gymnasiallehrer, die Streichung bei der Alters-ermäßigung und die verspätete Besoldungsanpassung unüberhörbar zum Ausdruck gebracht.

Vehement protestierten sie gegen die Juli-Beschlüsse des rot-grünen Landeskabinetts und forderten ihre Rücknahme. Bei der Auftaktkundgebung am Kultus- und Finanzministerium wurde Kultusministerin Heiligenstadt lautstark ausgebuht und ausgepfiffen: statt ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen hatte sie selbst die skandalösen Maßnahmen vorgeschlagen und als "vertretbar und verkraftbar" bezeichnet.

Der Prostestzug, der sich dann vom Kultusministerium in Richtung Landtag in Bewegung setzte, übertraf in seiner Länge alle Erwartungen. Der Platz der Hauptkundgebung an der Markthalle, beim Landtag, war einschließlich der Nebenstraßen restlos überfüllt, und immer noch war kein Ende des Protestzuges abzusehen. Schließlich wurde dann vom Landtagspräsidenten auch der Platz vor dem Landtag noch freigegeben, um alle Teilnehmer an der Demonstration überhaupt aufzunehmen zu können.

In einer kämpferischen Rede warf der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz, der Landesregierung Wortbruch und Vertrauensbruch vor und forderte die Rücknahme der skandalösen Beschlüsse. Dies sei nicht nur angesichts der schon jetzt viel zu hohen Arbeitsbelastung der Lehrkräfte erforderlich, sondern auch mit Blick auf den Lehrernachwuchs: denn durch die Maßnahmen würden 1900 Lehrerstellen entfallen, davon allein 1000 am Gymnasium. Kein Wunder, dass auch Studenten und viele Studienreferendare an der Demonstration teilnahmen: denn für sie und zahlreiche andere angehende Lehrer bedeuten die rot-grünen Beschlüsse das berufliche Aus. Auch die zynischen Anfeindungen führender rot-grüner Politiker gegen die Lehrerschaft wies Audritz vehement zurück und sprach den Teilnehmern auch damit aus dem Herzen.

Die Rede von Horst Audritz wurde ständig vom frenetischen Beifall der 10.000 Demonstranten unterbrochen, die immer wieder lautstark das Motto unseres Kampfes skandierten "So nicht, Rot-Grün!"

Doch diese machtvolle Demonstration wäre nicht möglich gewesen ohne die Lehrer, die in so überwältigender Zahl dem Aufruf der Lehrerverbände gefolgt sind. Die Rückmeldungen aus vielen Gymnasien waren beeindruckend: teilweise ganze Busse mit 40, 50, 60 Teilnehmern und mehr aus einem Gymnasium - das hätten wir kaum für möglich gehalten. Unterrichtsstunden wurden vor- und nachgeholt, auch auf den Samstag verschoben, in der Überzeugung, dass man hier nicht Abseits stehen konnte, sondern seine eigene Sache unbedingt in die eigenen Hände nehmen musste. Erfreulich ist auch, dass an vielen Schulen die Schulleitungen sehr konstruktiv agiert und andere Lehrer den Vertretungsunterricht übernommen haben sowie auch Eltern und Schüler die Lehrer unterstützt und dadurch erst die Teilnahme ermöglicht haben.

Allen Teilnehmern an dieser Demonstration und allen, die unterstützend mitgewirkt haben, möchten wir an dieser Stelle sehr herzlich danken: ohne Sie wäre eine so beeindruckende und politisch wirkungsvolle Demonstration nicht möglich gewesen.

Doch diese machtvolle Demonstration ist erst der Auftakt. Weitere Aktionen werden folgen, um bis zur Verabschiedung des Haushalts im Dezember 2013 eine Rücknahme der Kabinettsbeschlüsse zu erreichen. Bis dahin werden die rot-grünen Abgeordneten und politisch Verantwortlichen dieser Landesregierung weiterhin landauf landab unsere Parole zu hören und zu spüren bekommen: "So nicht, Rot-Grün!"

Wir werden Sie weiter ständig auf dem Laufenden halten: in "Gymnasium aktuell" und "Gymnasium in Niedersachsen", mit Plakaten und Handzetteln, und  auf unserer Homepage: hier können Sie sich immer ganz aktuell informieren. Machen Sie von dieser Möglichkeit auch weiterhin Gebrauch!