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Wernstedt-Interview zur Arbeitszeiterhöhung: Lehrer können keine Kritik vertragen und sind privilegiert

Proteste gegen ungerechtfertigte Unterstellungen und Vorurteile

Prof. Dr. Wernstedt, einst niedersächsischer Kultusminister, hat sich wenige Tage vor Weihnachten in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) über Lehrer in einer Weise geäußert, das man wohl schwerlich als weihnachtliche Grußadresse und Friedensbotschaft des ehemaligen Dienstherren an "seine" Lehrer deuten kann; eher als Abrechnung mit einer von ihm offenbar nicht sonderlich geschätzten Klientel. Zu Recht gab es heftige Proteste aus der Lehrerschaft und der Öffentlichkeit.

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DBB weist Forderung nach Verbeamtungsstopp für Lehrer zurück

Vorsitzender Klaus Dauderstädt: "Für den Staat würde es teurer werden"

Der dbb hat Forderungen zurückgewiesen, Lehrer künftig nicht mehr zu verbeamten. "Das ist eine Forderung, die wir schon seit Jahrzehnten hören", sagte der Bundesvorsitzende unseres Dachverbandes, Klaus Dauderstädt. „Wir können nicht erkennen, dass sie mit neuen Argumenten unterfüttert wäre. Auf eine Verbeamtung der Lehrer zu verzichten, wäre für den Staat sogar teurer", so Dauderstädt.

Für die aktive Dienstzeit wäre es nicht günstiger, weil der angestellte Lehrer durch die Sozialversicherungsbeiträge in der Bruttosumme teurer werde als der verbeamtete Lehrer. Auch in Bezug auf die Altersversorgung würde es für den Arbeitgeber nicht nennenswert billiger. Unabhängig von den finanziellen Aspekten gebe es vor allem gute inhaltliche Gründe für eine Verbeamtung der Lehrkräfte.

Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen hatte im Magazin „Focus“ (Ausgabe vom 3. Januar 2014) mit Blick auf die Pensionsverpflichtungen einen Verbeamtungsstopp für Lehrer gefordert.

Verbot einer altersdiskriminierenden Besoldung nach Dienstaltersstufen

Unbedingt bis 31. Dezember 2013 Widerspruch einlegen und mögliche Ansprüche ggfs auch rückwirkend sichern

Das Verwaltungsgericht Berlin hat dem Europäischen Gerichtshof mehrere Verfahren mit der Bitte um Klärung vorgelegt, ob die Bemessung des Grundgehalts nach Besoldungsdienstalter bzw. Dienstaltersstufen eine Diskriminierung wegen des Alters und daher einen Verstoß gegen die Richtlinie 2000/78/EG darstellt. Gegen diese Besoldungsbestimmungen sind Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) anhängig. Darüber hatten wir unsere Mitglieder bereits vor einem Jahr informiert.

Der Generalanwalt hat nun am 28.11.2013 in den Schlussanträgen die Ansicht vertreten, dass das gültige Besoldungsrecht als diskriminierend anzusehen ist. Nach den bisherigen Erfahrungen ist davon auszugehen, dass der Europäische Gerichtshof den Schlussanträgen folgt.

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Landtagsdebatte zum Haushalt und Infos zur Arbeitszeiterhöhung

In dieser Woche wird der Haushalt verabschiedet, der die Arbeitszeiterhöhung für Lehrer beinhaltet. Heute wurde über den Antrag der CDU "So nicht, Rot-Grün" und den Kultushaushalt debattiert und heftig gestritten. Auf der Homepage des Landtags sind die Debatten live zu verfolgen und weitere Infos zur Lehrerarbeitszeiterhöhung einschl. Videos eingestellt. Vom heutigen Nachmittag liegen uns die Pressemitteilung zur Rede des schulpolitischen Sprechers der CDU, Kai Seefried, und das Video der Rede des schulpolitischen Sprechers der FDP, Björn Försterling, vor.

Erster Flashmob gegen Arbeitszeiterhöhung ein voller Erfolg

Aufruf zum zweiten Flashmob im Internet

Weit mehr als die erwarteten 300 Lehrer waren am letzten Samstag einem Aufruf in Internetnetzwerken gefolgt und um 12.00 Uhr am Kröpke in Hannovers Innenstadt erschienen, um auch auf diese Weise öffentlich deutlich zu machen, dass sie die Pläne der Landesregierung, die Arbeitszeit der Gymnasiallehrer zu erhöhen und die Altersermäßigung auszusetzen, nicht hinnehmen werden. Minutenlang erklang Trommelwirbel, rasselten Schellen und gellten Pfiffe über den Platz. Die HAZ, NDR 2 und ffn haben darüber berichtet, und die öffentliche Unterstützung für die Lehrer wird immer größer. Das zeigt sich auch in Umfragen in verschiedenen Zeitungen, bei denen regelmäßig über 70 % der Leser Verständnis für die Empörung und den Protest der Lehrer äußern.

Schon am nächsten Samstag, 23.11.2013, soll in Hannovers Innenstadt am Kröpke der zweite Flashmob stattfinden. Hierzu wird auf Facebook unter dem Namen der Gruppe "So nicht, Frau Heiligenstadt" aufgerufen. Je mehr Teilnehmer kommen, umso größere Wirkung wird in der Öffentlichkeit und in den Medien erzielt. Den Aufruf können Sie herunterladen beim

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Protest gegen Arbeitszeiterhöhung in den Medien

Der anhaltende Protest der Lehrkräfte gegen die geplante Arbeitszeiterhöhung und Streichung der Altersermäßigung findet auch in den Medien große Resonanz. Resolutionen und Protestbriefe von Einzelpersonen oder ganzen Kollegien, die verantwortlichen Abgeordneten, die in Personalversammlungen Rede und Antwort stehen müssen, Eltern und Schüler, die Verständnis für den Unmut der Lehrkräfte haben und die Landesregierung ebenfalls zur Umkehr mahnen - dies alles und vieles mehr spiegelt sich in der Berichterstattung der Medien wieder. Großes öffentliches Interesse finden auch immer wieder Petitionen wie die online-Petition der KGS Rastede gegen die Arbeitszeiterhöhung, die innerhalb kürzester Zeit über 11.000 Unterstützer hatte.

In dieser Woche führte auch die Nordwestzeitung unter eine online-Umfrage durch:danach waren 68% der Teilnehmer der Meinung, dass sich die Lehrer "gegen eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen zur Wehr setzen" müssen, 19% finden die Verärgerung der Pädagogen nachvollziehbar, aber darunter sollten die Schüler nicht leiden, und nur 13% halten den Protest für unbegründet.

Denn auch in der Öffentlichkeit wird immer klarer: Eine Stunde mehr Unterrichtsverpflichtung bedeutet mindestens zwei Stunden mehr Arbeit wöchentlich, und die Aufforderung der Landesregierung, dann müsse der Lehrer eben Zeit an anderer Stelle einsparen, geht unweigerlich immer zu Lasten und auf Kosten der Schülerinnen und Schüler. Dafür aber sind nicht die Lehrer verantwortlich, die mit ihrem Protest genau dieses verhindern wollen, sondern die Landesregierung.

Auf den Prüfstand gestellt

Podiumsdiskussion am 27.11.2013 in Goslar

Die rot-grüne Landesregierung gibt vor, das Gymnasium habe von ihr nichts zu befürchten. Doch die Glaubwürdigkeit dieser Aussage muss man angesichts des bisherigen politischen Handelns bezweifeln.

Was hat die Politik wirklich mit dem Gymnasium und seinen Schülern und Lehrern vor? Konkrete Antworten auf diese Frage wollen wir von den schulpolitischen Sprechern der Parteien bei einer Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, 27.11.2013, 17.30 Uhr im Tagungszentrum Der Achtermann in Goslar. Zu dieser Podiumsdiskussion im Rahmen unseres diesjährigen Philologentages laden wir Kolleginnen und Kollegen aus Goslar und Umgebung herzlich ein.

Was Lehrer alles leisten

Eine Dokumentation der Aufgaben von Gymnasiallehrkräften

Bei der Bemessung der Pflichtstunden der Gymnasiallehrkräfte und der Beurteilung ihrer Arbeitszeit wird im Allgemeinen ihre Aufgabenstellung in unserem Bildungs-und Schulwesen übersehen und damit auch die Vielfalt der damit verbundenen Tätigkeiten nicht berücksichtigt. Angesichts der Erhöhung der Lehrerarbeitszeit haben wir einmal - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - zusammengestellt, was Gymnasiallehrkräfte alles leisten. Der Artikel und der Aufgabenkatalog werden auch in der Novemberausgabe von "Gymnasium in Niedersachsen" erscheinen. Den Aufgabenkatalog erhalten Sie beim

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Unterrichtsverpflichtung, Altersermäßigung und Arbeitszeit der Lehrkräfte an Gymnasien

Fakten und Informationen für eine sachgerechte Darstellung
Nicht nur die geplante Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte und die Streichung der Altersermäßigung sind skandalös, ebenso skandalös ist, in welcher Weise die Regierungsfraktionen und die Minister des rot-grünen Kabinetts sich zu diesem Thema einlassen und wie sie in diesem Zusammenhang mit der Wahrheit umgehen, um zu versuchen, die guten Argumente der Lehrkräfte vom Tisch zu wischen und so die öffentliche Meinung auf ihre Seite zu ziehen.

Dass eine nicht informierte Öffentlichkeit manches Vorurteil vom „Stammtisch“ in die Diskussion einfließen lässt, ist – fast – noch verzeihlich. Was aber die Kultusministerin und Beamte ihres Hauses sowie Politiker der Regierungsfraktionen verlauten lassen, indem sie mit Vergleichen und Zahlen aufwarten, die falsch bzw. unzutreffend sind, ist völlig inakzeptabel. Denn bei allen Auseinandersetzungen in der Sache sollte man erwarten, dass ehrlich und unvoreingenommen und nicht zuletzt wahrheitsgetreu argumentiert wird und dass die tatsächlichen Fakten und Umstände genannt werden, die in diesem Zusammenhang zu bewerten sind. Doch ein solches Vorgehen würde nicht in das Schema derer passen, die Vorurteile schüren und Neid wecken wollen.

Wir haben daher in einem Artikel zum Thema Lehrerarbeitszeit, der auch in der Novemberausgabe von "Gymnasium in Niedersachsen" erscheinen wird, Fakten und Informationen zusammengestellt, um damit auch gute Argumente an die Hand zu geben für eine sachgerechte Darstellung.

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Weitere Aktionen gegen die Erhöhung der Arbeitszeit für Lehrerinnen und Lehrer

Online-Petition fordert Kultusministerin zur Umkehr auf - Votieren auch Sie!

Wer geglaubt hatte, dass die Demonstration von 10.000 Lehrerinnen und Lehrern am 29. August in Hannover der Höhepunkt des Protestes war, hat sich gründlich getäuscht. Denn die Empörung in den Schulen über den Kabinettsbeschluss zur Arbeitszeiterhöhung hält nicht nur unvermindert an, sie steigt unaufhörlich. Inzwischen sind in den Schulen unterschiedlichste Aktionen angelaufen, die die Abgeordneten in die Pflicht nehmen: Kollegien und Personalversammlungen schicken Resolutionen an die rot-grünen Abgeordneten und lassen sie in Personalversammlungen oder zu Podiumsdiskussionen kommen, die einzelnen Lehrkräfte schicken Mails und Briefe und rufen sie an, um deutlich zu machen, was sie von den Beschlüssen halten und wie die Arbeitszeit der Lehrer wirklich aussieht. In einem „Akt der Notwehr“ sprechen sich zudem immer mehr Schulen dafür aus, die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung durch Verzicht auf freiwillige Arbeitsleistungen zu kompensieren, z.B. durch Aufgabe nicht angerechneter Arbeitsgemeinschaften oder durch Verzicht auf mehrtägige Fahrten.

Eine weitere Möglichkeit des Protests sind Petitionen, die ebenfalls teilweise schon eingereicht worden sind. Es gibt auch eine Online-Petition an die Kultusministerin, deren Petitionstext die ganze Misere nicht nur der fehlenden Zeit für guten Unterricht durch Erhöhung der Pflichtstundenzahl darstellt, sondern auch die Sorgen und Ängste des jungen Lehrernachwuchses, der um seine berufliche Zukunft bangen muss – die Kommentare von betroffenen Lehrkräften und Referendaren, die ihre Situation schildern, sind bedrückend und lösen große Betroffenheit aus.

Beim Weiterlesen erhalten Sie den Link zu dieser Petition "Für die Stärkung des Bildungsstandortes Niedersachsen und den Verzicht auf Mehrbelastungen für Lehrer", die innerhalb weniger Tage schon von mehr als 1500 Personen unterschrieben worden ist.

Es müssen aber noch viel mehr Menschen mit ihren Unterschriften votieren, damit diese Petition ihre Wirkung entfalten kann! Machen Sie mit! Votieren auch Sie !

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