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Philologenverband fordert Konsequenzen aus missglückter Aufgabenstellung im Mathe-Abitur

Schreiben an Kultusministerin

Schüler dürfen nicht für zu schwierige Aufgaben "bestraft" werden


Der Philologenverband Niedersachsen hat das Kultusministerium aufgefordert, umgehend Konsequenzen aus der offensichtlich unangemessen schwierigen Aufgabenstellung im schriftlichen Mathematikabitur zu ziehen.

In einem Schreiben an Kultusministerin Heiligenstadt weist der Vorsitzende des Lehrerverbandes, Horst Audritz, auf die zahlreichen Beschwerden hin, die bei seiner Organisation eingegangen seien. Es handele sich offensichtlich nicht um Einzelfälle von Überforderung, sondern um weitgehend missglückte Klausuraufgaben.

Nach Meinung vieler Fachlehrkräfte seien die Aufgaben mit Text überfrachtet, zu kompliziert und in der vorgegebenen Zeit kaum zu lösen gewesen. Man müsse sich fragen, wie so etwas passieren könne, nachdem das schriftliche Abitur mit landesweit einheitlich erstellten Aufgaben bereits 2007 eingeführt worden sei.

Audritz unterstrich, dass die Abiturienten nicht für eine undurchdachte Aufgabenstel-lung bestraft werden dürften. Denkbar sei, den vorab festgelegten Erwartungshorizont so zu ändern, dass die Bewertung der Mathematikklausuren etwa dem Durchschnitt der letzten Jahre entspreche. Eine Wiederholung der Prüfung sei aus rechtlichen und organisatorischen Gründen auszuschließen.

Der Philologenverband wolle weder ein Unterforderung noch eine Überforderung der Abiturienten. Dies müsse die Richtschnur sein, nach der die Aufgaben im Zentralabitur zu stellen seien, unterstrich Audritz.

Hannover, 11.05.2016

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