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Online-Befragung bringt erwartungsgemäß keine neuen Erkenntnisse

Befragung bestätigt bekannte Defizite und Probleme
Land muss endlich die Arbeitszeit senken

Nach Auffassung des Philologenverbandes Niedersachsen hat die von Kultusministerin Heiligenstadt in Verbindung mit der Leuphana-Universität Lüneburg durchgeführte Online-Befragung von Lehrkräften erwartungsgemäß keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse zu den Belastungen der Lehrkräfte gebracht, aber die vorab vielfach geäußerten Befürchtungen bestätigt, dass es ihr mit dieser Befragung mehr darauf ankomme, Zustimmung zu ihrer Schulpolitik mit den von ihr gesetzten Schwerpunkten zu erhalten.

Die in der Befragung festgestellten Arbeitsbelastungen der Lehrkräfte und die damit verbundenen Probleme seien überhaupt nicht neu, stellte Vorstandsmitglied Helga Olejnik fest, und so habe die Befragung auch kaum andere Einsichten gebracht als die von den Lehrern im schulischen Alltag gemachten und schon bisher hinreichend publizierten. Der Philologenverband habe bereits vor mehreren Jahren umfangreich dargestellt, welche schulischen Aufgaben wenig sinnvoll und wenig effektiv und welche Defizite an der Fürsorge des Landes gegenüber dem Personal vorhanden seien. Entsprechend habe jetzt auch die Befragung erneut bestätigt, dass ein Aufgabenabbau dringend erforderlich sei und sich die Lehrer von der Schuladministration „allein gelassen" fühlten.

Helga Olejnik verband diese Feststellung mit der Forderung, dass die vom Philologenverband seit langem dargestellten und nunmehr durch die Befragung bestätigten Defizite endlich zu entsprechenden Konsequenzen und zu einer Senkung der Lehrerarbeitszeit führen müssten. Alle anderen Konsequenzen, von denen jetzt die Ministerin rede, seien nichts anderes als Spiegelfechterei.

Wenn die Ministerin tatsächlich, wie sie vorgebe, die Arbeitsbelastungen abbauen wolle, dann komme sie nicht daran vorbei, umgehend eine wirkliche Arbeitszeituntersuchung durchführen zu lassen, wie das auch Prof. Battis in seinem jüngst vorgelegten Rechtsgutachten in Übereinstimmung mit dem Urteil des OVG Lüneburg vertreten hatte.

Hannover, 29.08.2016

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