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Munoz-Bericht scharf zurückweisen!

Philologenverband: Munoz-Bericht scharf zurückweisen!

 

Mischung aus Vorurteilen und Inkompetenz

 

Lehrer haben es satt, sich ständig von Ignoranten und Ideologen miesmachen zu lassen

 

Der Philologenverband Niedersachsen hat Kultusminister Busemann aufgefordert, das ebenso inkompetente wie anmaßende Urteil des UN-Sonderbeauftragten Munoz über das deutsche Bildungswesen in aller Schärfe zurückzuweisen. 

Der Bericht sei geprägt von Vorurteilen und der Unfähigkeit zu sachgemäßer Beurteilung, erklärte der Vorsitzende der Lehrerorganisation, Guillermo Spreckels. So habe etwa der Juraprofessor aus Mittelamerika bei seiner Kritik am dreigliedrigen deutschen Schulsystem nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass die Schulleistungen in Bayern mit seinem ausgeprägt gegliederten Schulwesen zur Weltspitze gehörten und dass das von manchen hoch gelobte Schweden von den Bayern locker abgehängt werde. Ebenso wenig habe er wahrgenommen, dass Gesamtschulländer wie die USA, Spanien, Norwegen und Italien beim PISA-Vergleichstest deutlich hinter den Leistungen deutscher Schüler zurückblieben. 

Spreckels wies auch die Behauptung zurück, dass das deutsche Schulwesen Kinder aus ärmeren Schichten und Migrantenfamilien besonders stark benachteilige. Der Besuch deutscher Gymnasien koste kein Geld und stehe jedem entsprechend seiner Leistungsfähigkeit offen, während in vielen anderen Ländern gute Bildung nur auf kostspieligen Privatschulen erhältlich sei. Was die Kinder nichtdeutscher Herkunft anbelange, so gebe es ein starkes Gefälle zwischen dem Schulerfolg bildungsorientierter Einwandererkinder und denjenigen Migrantenkindern, die aus bildungsfernen Schichten stammten und deren Eltern sich der deutschen Sprache und Kultur verweigerten. Wer Bildungsangebote nicht wahrnehme, könne nicht Schule und Gesellschaft für seinen Misserfolg verantwortlich machen. 

„Die Lehrer haben es satt, mit Berichten nach Art des Herrn Munoz weiter vollgemüllt zu werden“ betonte Spreckels. Der KMK-Vorsitzende, der Berliner Kultusminister Zöllner (SPD), habe die richtige Antwort gegeben, indem er die Systemdiskussion als unwichtig bezeichnet und die Verbesserung des Unterrichts als vorrangiges Ziel betont habe. 

Hannover, 21.03.2007 

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