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Aufgaben und Ziele

Der Philologenverband Niedersachsen (PhVN) ist der Berufsverband insbesondere der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien und der Studienreferendarinnen und Studienreferendare. Aber auch andere Personen können die Mitgliedschaft erwerben. Näheres regelt die Satzung des Philologenverbandes Niedersachsen in § 4.

Der Philologenverband Niedersachsen vertritt die beruflichen, schul- und bildungspolitischen Interessen seiner Mitglieder. Er ist eingebunden in den Deutschen Philologenverband sowie in den Deutschen Beamtenbund.

Unser Programm

  • Weiterentwicklung des gegliederten Schulwesens
  • Sicherung der Qualität des Abiturs durch das Zentralabitur, deshalb
    • Umsetzung unserer Vorschläge zur Unter-, Mittel- und Oberstufe
    • Schärfung des gymnasialen Profils
  • Schulformbezogene Ausbildung der Gymnasiallehrerinnen und –lehrer
  • Gerechte und zumutbare Arbeitsbedingungen an Gymnasien
  • Sicherung des Berufsbeamtentums auch für Lehrer und Lehrerinnen: Denn Lehrer und Lehrerinnen müssen Beamte bleiben, um unabhängig ihre Aufgaben erfüllen zu können.
  • Wahrung der Attraktivität des Berufs durch adäquate Einstufung das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe II, durch leistungsgerechte und motivierende Besoldung sowie durch echte Aufstiegschancen mit erlebbaren und ausreichenden Beförderungsmöglichkeiten
  • Einstellung junger Lehrkräfte zu attraktiven, konkurrenzfähigen Bedingungen

Unser Weg

  • Der Philologenverband Niedersachsen ist Gesprächspartner der Fraktionen des Niedersächsischen Landtags sowie der verantwortlichen Beamten und Beamtinnen sowie der Referenten und Referentinnen im Kultusministerium und anderen Ministerien, die mittel- und unmittelbar mit dem Gymnasium und seinen Lehrkräften befasst sind.
  • Wir führen ständig Gespräche mit anderen Partnern, mit den maßgebenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Wirtschaft und Medien, mit Eltern- und Fachverbänden sowie den Damen und Herren in den Abteilungen der Landesschulbehörde.

Wir haben klare Ziele

Wir treten ein für ein nach Schulformen gegliedertes Schulwesen mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium ab der 5. Jahrgangsstufe. In diesen Schulen können die Schülerinnen und Schüler jeweils entsprechend ihren Veranlagungen, Begabungen und Neigungen am ehesten gut und zielgerichtet gefördert werden.

Im Gymnasium wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern eine breite und solide Allgemeinbildung vermitteln, sie zu leistungsbereiten und teamfähigen Menschen heranbilden und sie in die Lage versetzen, nach dem Abitur ihre weitere Ausbildung in Hochschule und Beruf mit Aussicht auf guten Erfolg fortzusetzen.

Das sind unsere Zielsetzungen, für die wir immer mit Nachdruck und Engagement eingetreten sind.

Wir wollen die Qualität unserer Schulen weiter verbessern

Die niedersächsischen Gymnasien sind auch durch die PISA-Untersuchungen in ihrer schon bisher erfolgreichen Arbeit bestätigt worden. Aber wir wollen die Qualität unserer Schulen noch weiter verbessern und die Gymnasien entsprechend neuen Erfordernissen weiter entwickeln u.a.

  • durch eine intensive Förderung aller Begabungen,

  • durch eine „neue Durchlässigkeit“ zwischen den einzelnen Schulformen, wie wir sie gefordert haben,

  • durch mehr Eigenständigkeit und Verantwortung für unsere Schulen.

Die Arbeit in der gymnasialen Oberstufe und das von der Landesregierung eingeführte Zentralabitur beanspruchen auch künftig unsere besondere Aufmerksamkeit.

Unsere Schulen brauchen schulformspezifische Standards

Auch bei größerer Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schulen müssen die Leistungen in den einzelnen Schulen vergleichbar bleiben und an für alle gleichen Kriterien gemessen werden. Daher brauchen wir schulformbezogene Standards sowie beim Erwerb derselben schulischen Qualifikation landesweit verbindliche Prüfungen an all den Schulformen, die zur allgemeinen Hochschulreife führen. Denn andernfalls bekämen wir einen ruinösen Wettbewerb zwischen den einzelnen Schulen und Schulformen mit fragwürdigen Ergebnissen.

Erfolgreiches Lernen erfordert gut versorgte und ausgestattete Schulen

Unsere schul- und bildungspolitischen Ziele sind klar und nicht zum Nulltarif zu erreichen:

  • Eine gute Unterrichtsversorgung ist Voraussetzung für jede schulische Qualitätssteigerung. Sie ist derzeit jedoch nicht in dem erforderlichen Umfang gegeben. Wir haben daher die Landesregierung aufgefordert, sie uneingeschränkt zu gewährleisten, wenn die einzelnen Schulen den Erfordernissen an eine leistungsfähige Schule genügen und die Zukunftschancen unserer Schülerinnen und Schüler nicht beschnitten werden sollen.

Denn nach wie vor gilt der Satz: Im Mittelpunkt der Schule steht der Unterricht, guter und vollständig erteilter Unterricht von gut aus- und fortgebildeten Lehrkräften in kleineren Klassen und Lerngruppen. Denn nur Unterricht in kleinen Klassen und bei niedrigen Kursfrequenzen ermöglicht persönliche Zuwendung und Betreuung und eine individuelle, auf die einzelnen Schülerinnen und Schüler abgestellte Förderung ihrer Anlagen und Fähigkeiten.

  • Doch es genügt nicht, dass der Unterricht "nur" entsprechend den jeweiligen Stundentafeln erteilt wird. Wir benötigen ebenfalls Lehrerstunden für die vielfach erforderlichen Fördermaßnahmen der verschiedensten Art, die wir vorsehen wollen, um jungen Menschen zu helfen, temporäre oder grundsätzliche Schwächen zu überwinden, wir brauchen Lehrerstunden ebenfalls für Fördermaßnahmen für besondere Begabungen und zur Durchführung von Arbeitsgemeinschaften in unseren Schulen.

  • Wenn wir unsere Aufgaben in Unterricht und Erziehung im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler sowie unseres Gemeinwesens erfüllen wollen, benötigen wir ebenso eine gute materielle und räumliche Infrastruktur in unseren Schulen und dementsprechend schulische Räumlichkeiten, die gut und funktional ausgestattet sind, wie sie zu einer modernen Schule gehören.

Erfolgreiches Lernen braucht Lehrer und Lehrerinnen, die mit Freude ihren Beruf ausüben

Wir wollen, dass die berufliche Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer in unserer Gesellschaft Anerkennung und Zuspruch findet und dass ihnen ihr Beruf wieder Freude macht und sie gern ihren täglichen unterrichtlichen und erzieherischen Aufgaben nachgehen. Doch dafür müssen auch die berufs- und besoldungspolitischen Gegebenheiten wieder stimmen, was derzeit nicht der Fall ist:

Wir fordern

  • grundsätzlich eine unserer Ausbildung, Aufgabenstellung und Verantwortung entsprechende Besoldung,

  • eine leistungsbezogene Besoldung

  • die Rücknahme der Eingriffe in unsere Besoldung durch die niedersächsische Landesregierung, z. B. die Rücknahme der Streichung der sog. Sonderzuwendungen,

  • gute berufliche Perspektiven durch Schaffung weiterer Förderungsstellen.

Wir erwarten

  • Anerkennung der in unserem Beruf gegebenen und erwiesenen Belastungen und ihre Berücksichtigung bei der Arbeitszeit,

  • Schaffung und Erhalt von Anrechnungsstunden bei besonderen Belastungen und Aufgabenstellungen,

  • Altersermäßigung und Altersteilzeit.

Im übrigen: Lehrerinnen und Lehrer müssen Beamte sein und bleiben: Das ist unserer Auffassung nach schon im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler und unseres Gemeinwesens unverzichtbar: Denn unsere Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf Unterricht ohne jegliche Störung und Behinderung durch Arbeitskämpfe und Streiks.

Wir stehen für das Gymnasium

Sie sehen: Der Philologenverband Niedersachsen steht für Leistungsbereitschaft, Einsatz und Zuverlässigkeit. Denn das sind die Kategorien, denen wir uns verpflichtet fühlen und die uns in unserem Eintreten und Handeln für die Interessen und Belange der Lehrerinnen und Lehrer an den Gymnasien bestimmen.

Viele Lehrerinnen und Lehrer sind deshalb dem Philologenverband Niedersachsen beigetreten. Sie haben unseren Verband stark gemacht, und sie haben sich damit auch Möglichkeiten geschaffen, sich an schul- und bildungspolitischen Diskussionen zu beteiligen und ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Denn sie wissen: Nur wer sich in einer starken Gemeinschaft zu Worte melden kann, kann auch seine Interessen wirkungsvoll zur Geltung zu bringen.

Heute ist der Philologenverband Niedersachsen mit mehr als 6.500 Mitgliedern der weitaus größte Berufsverband der Lehrkräfte an Gymnasien in Niedersachsen. Kommen auch Sie zu uns, werden auch Sie Mitglied und sichern Sie sich dadurch eine noch stärkere und erfolgreichere Interessenvertretung.

Werden Sie Mitglied im Philologenverband -

Wir bieten unseren Mitgliedern viel:

  • Unsere Publikationen Gymnasium in Niedersachsen, Gymnasium aktuell und Profil, die Zeitschrift des Deutschen Philologenverbandes,

  • Sonderdrucke wichtiger Rechts- und Verwaltungsvorschriften,

  • Beratung in allen Fragen des Schul-, Dienst- und Verwaltungsrechts,

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz in dienstlichen Angelegenheiten,

  • Diensthaftpflichtversicherung mit „Schlüsselrisiko“,

  • weitere kostengünstige Versicherungen

  • Verbandskreditkarte MasterCard Gold

  • Fortbildungsveranstaltungen und Seminare zu unterrichts- und berufsrelevanten Themen.

Weitere Hinweise zu unseren Leistungen finden Sie im linken Menü unter "Leistungen".