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Wir über uns: Aufgaben und Ziele


Als stark wachsender Berufsverband mit über 8000 Mitgliedern ist der Philologenverband Niedersachsen die führende Berufsvertretung der Gymnasiallehrerinnen und -lehrer und der Studienreferendarinnen und -referendare. Gemäß unserer Satzung können aber auch Lehrkräfte anderer Ausbildung und Schulformen sowie weitere Personen die Mitgliedschaft erwerben.

Der Philologenverband Niedersachsen vertritt die beruflichen sowie schul- und bildungspolitischen Belange und Interessen seiner Mitglieder. Er ist Mitglied im Deutschen Philologenverband sowie im Niedersächsischen Beamtenbund.

Konsequent für ein leistungsstarkes Gymnasium in Niedersachsen

Unsere verbandlichen Zielsetzungen und unser Engagement gelten unseren Schülerinnen und Schülern, die wir individuell und gezielt fördern wollen, um ihnen damit eine gute Grundlage für ihr berufliches und privates Leben zu geben.

In einem starken Gymnasium, das sich als wissenschaftspropädeutische Säule eines differenzierten und leistungsfähigen Schulwesens versteht, wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung vermitteln und sie zu leistungsbereiten und verantwortungsbewussten Menschen heranbilden, die nach dem Abitur ihre weitere Ausbildung in Hochschule und Beruf mit Aussicht auf guten Erfolg fortsetzen können.

Erfolgreiches Lehren und Lernen braucht gute Rahmenbedingungen

Unsere schul- und bildungspolitischen Zielsetzungen sind jedoch nur dann zu realisieren, wenn auch Rahmenbedingungen gegeben sind, wie sie eine erfolgreiche Schule erfordert, die sich der bestmöglichen Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler verpflichtet weiß:
  • Voraussetzung dafür ist vor allem eine gute Unterrichtsversorgung. Doch davon kann derzeit nicht gesprochen werden – im Gegenteil: die Situation verschlechtert sich zusehends. Wir brauchen endlich wieder eine verlässliche und zukunftsorientierte Personalplanung.
  • Nach wie vor gilt für uns der Satz: Im Mittelpunkt der Schule muss der Unterricht stehen, guter und vollständiger Unterricht, in kleinen Klassen und Kursen, erteilt von gut aus- und fortgebildeten Lehrkräften. Doch dies ist derzeit nicht gegeben, und viel zu viele außerunterrichtliche Aufgaben erschweren unsere tägliche Arbeit und binden unsere Zeit und unsere Kräfte über die Maßen.
  • Zu einem erfolgreichen Lernen genügt nicht "nur" der Unterricht, wie ihn die Stundentafeln vorgeben; dazu gehören auch Förder- und Unterstützungsmaßnahmen sowie die Förderung besonderer Begabungen, gehören schulische Angebote von Arbeitsgemeinschaften, um nur einige Beispiele zu nennen. Dies erfordert insgesamt eine gute Personalausstattung, von der unsere Schulen jedoch weit entfernt sind.
  • Um unsere Aufgaben in Unterricht und Erziehung in der beschriebenen Weise erfüllen zu können, benötigen die Schulen aber nicht nur die entsprechende personellen Ressourcen, sondern auch eine gute materielle und räumliche Infrastruktur mit modernen und funktional ausgestatteten Räumlichkeiten.
Erfolgreiches Lernen braucht Lehrer und Lehrerinnen, die mit Freude ihren Beruf ausüben können

Berufliche Anerkennung, die wir für unser unterrichtliches und erzieherisches Tun finden, sowie persönliche Zufriedenheit und Freude im Beruf sind wichtige Voraussetzungen für Einsatz und Engagement, wie sie unsere berufliche Tätigkeit erfordert.

Doch an den entsprechenden Rahmenbedingungen mangelt es vielfach, und auch die berufs- und besoldungspolitischen Gegebenheiten sind nicht so, wie sie sein müssten. Das wollen und müssen wir ändern:
  • Für eine gute Unterrichtsversorgung und für die von uns geforderten besseren Arbeitsbedingungen sowie zur Bewältigung umfangreicher neuer Aufgaben sind zusätzliche Planstellung und bedarfsgerechte Einstellungen junger Lehrkräfte erforderlich – zu attraktiven und konkurrenzfähigen Bedingungen
  • Wir fordern eine unserer Ausbildung als Gymnasiallehrer, unserer Aufgabenstellung in zwei schulischen Bereichen und unserer Verantwortung entsprechende leistungsbezogene Besoldung, die mit der Besoldung anderer Bundesländer konkurrenzfähig und damit attraktiv ist. Die unzumutbare Politik der willkürlichen Eingriffe in unsere Einkommen „nach Haushaltslage" und der ständigen Sonderopfer zu Lasten des beamteten Personals muss ein Ende haben. Die Eingriffe in unsere Besoldung und bei Sonderzuwendungen, wie sie von der niedersächsischen Landesregierung vorgenommen wurden und weiter werden, müssen zurückgenommen werden.
  • Die Zahl der Beförderungsstellen muss erhöht werden. Dies gilt insbesondere auch angesichts erweiterter Aufgabenstellungen und zusätzlicher Funktionen.
Die Arbeitszeit muss endlich gesenkt werden: 40-Stunden-Woche auch für Lehrer

Das OVG Lüneburg hat im Juni 2015 mit seinem Urteil zu unserer Normenkontrollklage nicht nur unsere Rechtsauffassung klar bestätigt und das Land zur Rücknahme der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrer verurteilt, es hat auch unterstrichen, dass das Land die Unterrichtsverpflichtung so bemessen muss, dass auch Lehrkräfte im Jahresdurchschnitt eine 40-Stunden-Woche haben. Doch von dieser Vorgabe für die Arbeitszeit des öffentlichen Dienstes sind wir immer noch weit entfernt.

Wir fordern
  • Anerkennung der in unserem Beruf gegebenen und in Studien und Untersuchungen erwiesenen Belastungen und ihre Berücksichtigung bei der Arbeitszeit
  • Auch für Lehrer eine 40-Stunden-Woche, wie sie für den öffentlichen Dienst in Niedersachsen gilt
  • Verkürzung der Arbeitszeit durch Senkung der Unterrichtsverpflichtung und strukturelle Maßnahmen
  • Erhöhung bzw. Schaffung von Anrechnungsstunden für besondere Funktionen und Aufgabenstellungen
  • Rücknahme der wortbrüchigen Kürzung der Altersermäßigung und bessere Bedingungen bei der Altersteilzeit, wie sie früher gegolten haben
Unsere erfolgreiche Normenkontrollklage gegen das Land hat einmal mehr gezeigt, dass sich der Philologenverband Niedersachsen stets mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für die berechtigten Belange seiner Mitglieder einsetzt – mit Rechtsberatung und Rechtsschutz, und – wenn es sein muss – auch vor Gericht. Das wird auch weiterhin die Maxime unseres Handelns sein, um unsere Mitglieder konsequent und engagiert zu vertreten.