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Schluss mit den Abordnungen von Gymnasien!

Gemeinsamer Brandbrief des Philologenverbandes und des Verbandes der Elternräte der Gymnasien an die Landtagsabgeordneten

Eigentlich hatte der Kultusminister eine bessere Unterrichtsversorgung und ein Ende der Abordnungen von den Gymnasien insbesondere an Grundschulen versprochen - doch nach heutigem Stand drohen zum neuen Schuljahr erneut Unterrichtsausfall und Unterrichtskürzungen in großem Umfang, und auch weiterhin sollen zahlreiche Gymnasiallehrer abgeordnet werden, um Lücken an anderen Schulformen zu schließen, die dadurch am Gymnasium noch größer werden.

In einem gemeinsamen Appell haben sich daher der Philologenverband und der Verband der Elternräte der Gymnasien an die niedersächsischen Landtagsabgeordneten gewandt und die reale Unterrichtssituation an den Gymnasien dargestellt. Unsere gemeinsame Presseerklärung dazu finden Sie beim

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Arbeitszeitstudie des DPHV: Abgabefrist verlängert

Die Abgabefrist des Fragebogens und des Arbeitszeitprotokolls lag in vielen Bundesländern, so auch in Niedersachsen, in den Osterferien. Um allen Teilnehmern an der Arbeitszeitstudie die Möglichkeit zu geben, auch noch nach den Osterferien in Ruhe die Online-Eingaben vorzunehmen, hat der DPhV für alle Bundesländer die Abgabefrist verlängert, und zwar bis Sonntag, 15. April. Wer also die Eingabe vor den Osterferien nicht mehr geschafft hat, hat jetzt noch die Möglichkeit, dies nachzuholen.

Ohne Korrekturtage geht es nicht!

Die Lage der Sommerferien und die Terminabsprachen mit anderen Bundesländern bescheren uns auch in diesem Jahr ein Abitur, dessen Zeitvorgaben wieder extrem eng sind - zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen: denn Abiturarbeiten zu korrigieren und gleichzeitig und in kürzester Zeit auch all den anderen dienstlichen Verpflichtungen nachkommen zu müssen führt schnell zu einer 60-Stunden-Woche und mehr.

Wir haben uns deshalb in Gesprächen und einem Schreiben an den Kultusminister gewandt und unsere Forderung nach Korrekturtagen erneut unterstrichen. Modell könnten Regelungen sein, die das Land Schleswig-Holstein jetzt in Kraft gesetzt hat: mit Freistellungen vom Unterricht, die umso größer bemessen sind, je kürzer die Korrekturfristen und je höher die Zahl der zu bewertenden Prüfungsaufgaben sind. Dieses Staffelmodell zur Sicherung der Abiturkorrektur bei kurzer Korrekturfrist löst in  praktikabler und eindeutiger Weise die Probleme, die wir alle zur Genüge kennen.

Was Schleswig-Holstein kann, sollte Niedersachsen auch können. Der Kultusminister muss jetzt endlich handeln!

Klage gegen das Land: Wir fordern Anrechnungsstunden für Funktionstätigkeiten

Vorbereitungen stehen kurz vor dem Abschluss

Die Vorbereitungen für unsere Klage gegen das Land mit dem Ziel, Anrechnungsstunden für Funktionstätigkeiten durchzusetzen, stehen kurz vor dem Abschluss. Über 100 Mitglieder haben sich bereits als Kläger zur Verfügung gestellt. Für die in der letzten Ausgabe von „Gymnasium aktuell“ angekündigten Musteranträge für alle Funktionsinhaber sind die letzten juristischen Detailfragen geklärt – allerdings brauchen wir noch eine schriftliche Bestätigung, die eigentlich schon vorliegen sollte, aber leider auf sich warten lässt. Sobald sie - hoffentlich in Kürze - eingegangen ist, werden wir die Musteranträge auf der Homepage einstellen.

Arbeitszeitstudie hat begonnen: Machen Sie mit!

Detaillierte Studie des Deutschen Philologenverbandes zur Arbeitszeit der Lehrkräfte an Gymnasien vom 12. Februar bis 11. März 2018

Gestern die Erhebung zur Arbeitszeit der Lehrer an Gymnasien in Niedersachsen, die der Deutsche Philologenverband in Zusammenarbeit mit der Uni Rostock in Niedersachsen vom 12. Februar bis zum 11. März 2018 durchführt, begonnen.

Wir haben Sie in den letzten Wochen ausführlich über die Bedeutung und Notwendigkeit dieser Studie informiert und Sie herzlich gebeten, an dieser Studie teilzunehmen – denn wir sind auf die Daten angewiesen, wenn wir in der Politik Verbesserungen bei unserer viel zu hohen Arbeitszeit erreichen wollen. Manch einer mag meinen, dass eine Studie daran nichts ändern kann. Das ist in der Tat in der Vergangenheit so gewesen, aber seit unserem erfolgreichen Prozess gegen das Land wegen der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrer – die Erhöhung musste zurückgenommen werden - ist Bewegung in die Frage der Höhe unserer Arbeitszeit gekommen, und wir dürfen jetzt hier nicht locker lassen: Es gibt Anzeichen, dass die Politik an einer Verbesserung der Situation nicht vorbeikommen wird, und es liegt an uns zu zeigen, wo genau und in welcher Höhe Entlastungen erforderlich sind. Ohne aussagekräftige Daten werden wir aber unsere Ziele nicht erreichen.

Deshalb gilt unser Dank all denen, die an der Studie teilnehmen und nicht selten auch im Kollegium aktiv für eine Teilnahme geworben haben. Alle anderen, die noch zögern, bitten wir nochmals sehr herzlich: Machen Sie mit! Dies gilt nicht nur für alle Lehrkräfte insgesamt, sondern auch und insbesondere für Lehrkräfte mit Funktionstätigkeiten, sei es als Fachobmann, Sammlungsleiter, Leiter des Austauschs, Betreuung der Medien, um nur einige wenige Aufgaben zu nennen. Und dies gilt selbstverständlich auch für Schulleiter und Mitglieder der Schulleitung, für Fachberater, für Fachleiter und Mitwirker etc.: nur wenn wir innerhalb jeder Gruppe eine repräsentative Anzahl von Teilnehmern haben, können wir mit den Daten erfolgreich  für unsere Forderungen eintreten – in Ihrem Interesse und zu Ihrer Entlastung von einer viel zu hohen Arbeitszeit.

Zur Studie haben wir für Sie noch einmal aktuell Fragen und Antworten zu folgenden Themen zusammengestellt:
1.    Allgemeine Informationen: Warum ist die Teilnahme so wichtig?
2.    Wer kann teilnehmen?
3.    Technische Fragen zur Studie
4.    Zum Zeitraum der Durchführung
5.    Zum Datenschutz
6.    Zum Online-Fragebogen
7.    Zum Arbeitszeitprotokoll

Die für die Teilnahme erforderlichen TANs haben wir an unsere Obleute in den Gymnasien geschickt, die sie an alle Lehrkräfte verteilt haben. Sollten Ihnen TANs fehlen, so lassen Sie uns das bitte wissen.

Die Studie ermöglicht detaillierte und konkrete Aussagen speziell zur Arbeitssituation der Lehrkräfte an Gymnasien, wie sie bisher in keiner Studie enthalten sind. Sie wird uns helfen, Ihre arbeitszeitlichen Belange auf gesicherter Datenbasis noch besser vertreten zu können als bisher. Deshalb:
•    Nehmen Sie diese Chance wahr!
•    Machen Sie mit!

Abordnungen: Kultusminister regelt endlich Art des Einsatzes an Grundschulen

Nicht Betreuungsangebote und Aufsichten, sondern Erteilung von fachlichem Unterricht
In einem Schreiben an Kultusminister Tonne haben wir vor zwei Wochen nochmals gegen die erheblichen Abordnungen von Gymnasien an andere Schulformen, insbesondere auch an Grundschulen, protestiert und auf die unzumutbaren Belastungen für die Lehrkräfte und die Auswirkungen auf die Unterrichtsversorgung hingewiesen, die Kürzungen des Pflichtunterrichts einschließlich des Förderunterrichts und Ganztagsangebots an vielen Gymnasien unvermeidbar machen.

In einem weiteren Gespräch vor einer Woche haben wir dem Minister auch und insbesondere noch einmal eindringlich den Unmut in den Kollegien dargestellt, wenn eine abgeordnete Lehrkraft an der Grundschule als zweite Lehrkraft oder für Aufsichten oder Betreuungen am Nachmittag oder im Kindergarten eingesetzt wird, während am Gymnasium der Pflichtunterricht gekürzt wird oder ausfällt. Hier waren wir jetzt erfolgreich: Der Minister hat die Landesschulbehörde endlich angewiesen, dies zu unterbinden.

Wir konnten erreichen:
  • die Gymnasiallehrer sollen grundsätzlich nur für die "reine Unterrichtserteilung" an Grundschulen eingesetzt werden
  • der Einsatz soll  nur in den Klassenstufen 3 und 4 erfolgen
  • er soll möglichst nicht fachfremd erfolgen
  • Gymnasiallehrer sollen nicht für Betreuungsangebote in den Randstunden eingesetzt werden
Wenn Sie abgeordnet sind, achten Sie also darauf, dass Sie entsprechend eingesetzt sind - wenn nicht, wenden Sie sich an Ihren Schulleiter, der dann die erforderlichen Gespräche ggf. auch mit der Landesschulbehörde führen muss.

Insgesamt haben wir jetzt unsere Informationen zu Rechtsgrundlagen und Modalitäten der Abordnungen noch einmal aktualisiert. Bitte denken Sie auch daran:
  • Nehmen Sie keine Tätigkeit an einer anderen Schule auf ohne eine schriftliche Abordnungsverfügung - zu Ihrer eigenen Absicherung!
  • Konferenzen und andere außerunterrichtliche Aufgaben dürfen Sie insgesamt nicht mehr belasten, als wenn Sie nur an einer Schule tätig wären.
  • Wenn Sie aufgrund der Erreichbarkeit der anderen Schulen für Fahrten Ihren privaten PKW nutzen wollen, lassen Sie sich unbedingt vor Dienstantritt von Ihrem Schulleiter das "erhebliche dienstliche Interesse" bescheinigen - sonst zahlen Sie bei Fahrtkosten und bei eventuellen Unfällen auch noch drauf.
Wir sind weiter in intensiven Gesprächen, damit der Unsinn der Abordnungen wenigstens zum neuen Schuljahr beendet wird. Insofern sind auch Abordnungen über 1,5 Jahre, bis zum Sommer 2019, wie sie derzeit in vielen Fällen vorgenommen werden sollen, völlig indiskutabel und werden von uns grundsätzlich und mit Nachdruck abgelehnt. Auch hierzu hat es bereits Gespräche mit dem Kultusminister gegeben, und es gibt erste Anzeichen, dass es auch hier zu den erforderlichen Korrekturen kommt.

"Gymnasium aktuell": Wir gehen erneut vor Gericht

Klage gegen das Land - Arbeitszeitstudie des DPhV - Korrekturtage im Abitur - Abordnungen

Wichtige und hochaktuelle Informationen enthält die Januar-Ausgabe von "Gymnasium aktuell", die jetzt in den Gymnasien eingetroffen ist. Themenschwerpunkte sind:

•    Unser Protest gegen die Abordnungen, die auch zum 1.2.2018 vorgenommen werden - sogar jetzt schon für das Schuljahr 2018/19 - ein Unding! Beachten Sie auch die Ausschlussfrist bei der Beantragung von Reisekosten bei Abordnungen.
•    Die Arbeitszeitstudie des DPhV, die für uns gerade in unserer derzeitigen Situation in Niedersachsen eine besondere Bedeutung hat - warum, erfahren Sie auf den Seiten 2 und 3.  Bitte nehmen Sie an dieser Studie teil! Die erforderlichen Unterlagen mit den für jede Lehrkraft individuellen TANs erhalten Sie über unsere Obleute an den Gymnasien in der nächsten Woche.
•   Wie man die Lehrkräfte durch Korrekturtage im Abitur entlasten kann, zeigt Schleswig-Holstein - warum geht das nicht endlich auch in Niedersachsen?
•    Unsere Klage gegen das Land mit dem Ziel, Anrechnungsstunden für Funktionsinhaber durchzusetzen. Über 100 Mitglieder haben sich bereits als Kläger zur Verfügung gestellt. Für die in „Gymnasium aktuell“ auf Seite 2 angekündigten Musteranträge für alle Funktionsinhaber werden derzeit noch letzte juristische Detailfragen geklärt – wir werden die Musteranträge voraussichtlich in der kommenden Woche auf der Homepage einstellen.

Besoldung bei begrenzter Dienstfähigkeit: Widerspruch einlegen

Zu dieser Thematik hatten wir mehrfach dargelegt, dass wir weiterhin davon ausgehen, dass die Höhe der Zuschläge nicht der Rechtsprechung des OVG Lüneburg und des Bundesverwaltungsgerichts entspricht. Dies gilt auch für die aktuell geltende Regelung.

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