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Mathematikabitur darf niedersächsische Schülerinnen und Schüler nicht benachteiligen

Vergleichbarkeit des Abiturs ist nicht gegeben
Ausstieg aus dem Aufgabenpool, bis Vergleichbarkeit gesichert ist


Der Kultusminister hat heute entschieden, dass die Abiturbewertung im Fach Mathematik in Niedersachsen unverändert bleibt. Obwohl sich der Notendurchschnitt im Vergleich zu 2018 mit -0,4 Notenpunkten nur geringfügig verschlechtert hat, bleibt Diskussionsbedarf. Das Desaster um die Bewertung des diesjährigen Mathematikabiturs in einigen Bundesländern unterstreicht erneut die Notwendigkeit, den länderübergreifenden Aufgabenpool auf den Prüfstand zu stel-len. Hierzu erklärt der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen:

„Es ist kaum zu glauben, wie es zum wiederholten Male zu einer missglückten Aufgabenstellung im Mathematikabitur kommen konnte. Nach Meinung vieler Fachleute seien die Aufgaben zwar lösbar gewesen, aber mit konstruierten Textzusammenhängen überfrachtet, nicht eindeutig formuliert und vor allem dadurch in der vorgegebenen Zeit auch für leistungsstarke Schülerin-nen und Schüler kaum lösbar gewesen. Die Normierung der Aufgaben und ihrer Bewertung durch einen Aufgabenpool des Instituts für Qualitätsentwicklung in Berlin ist im Fach Mathematik offensichtlich gescheitert. Die Vergleichbarkeit des Abiturs ist so mehr Schein als Sein."

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Überstundenschutz gilt auch für Lehrerinnen und Lehrer

EuGH bestätigt Forderung nach Arbeitszeiterhebung

Das Arbeitszeiturteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) bringt neue Bewegung in die vom Philologenverband Niedersachsen seit langem geforderte überprüfbare Erhebung von Arbeitszeiten der niedersächsischen Lehrkräfte. „Die bislang bekannten Aussagen des EuGH lassen darauf schließen, dass durch die Maßgabe einer grundsätzlichen Erhebung von Wochenarbeitszeit und Überstunden endlich auch für unsere Lehrerinnen und Lehrer ein fundierter objektiver Nachweis ihrer tatsächlichen Belastung geführt werden kann. Die bisherige Weigerung des Landes, Arbeitszeitdaten zu erheben, wird unter diesen neuen Voraussetzungen nicht haltbar sein“, erklärt Horst Audritz, Landesvorsitzender des Philologenverbandes Niedersachsen.

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PHVN fordert Weihnachtsgeld als klares Signal an Landesbeamte

Fortgesetzt kurzsichtige Sparmaßnahmen verschärfen Lehrermangel und schlechte Unterrichtsversorgung


Zur Ablehnung einer besseren Besoldung der niedersächsischen Beamten aufgrund schrumpfender Steuereinnahmen äußert sich der Vorsitzende des Philologenverbandes, Horst Audritz, wie folgt:

„Die Äußerungen von Finanzminister Hilbers zu den aktuell geschätzten Steuerfehlbeträgen und die damit verbundene Absage an eine Verbesserung der Beamtenbesoldung lassen für die Zukunft Schlimmes befürchten. Nicht nur, dass die niedersächsischen Beamten seit Jahren von den allgemeinen Einkommensentwicklungen abgekoppelt waren und die Sonderzuwendungen ersatzlos gestrichen wurden, nun drohen die Einsparungen auf dem Rücken der Landesbeamten endgültig zementiert zu werden.

Es ist geradezu paradox, dass im niedersächsischen Finanzministerium seit Jahren – egal unter welchem Minister – Sparpotential offenbar nur beim eigenen Personal ausgemacht wird bei gleichzeitigen Klagen über fehlende Fachkräfte. Wenn das Land Niedersachsen sich als Arbeitgeber im Vergleich der Bundesländer nicht weiter ins Abseits manövrieren will, muss trotz angespannter Haushaltslage das Steuer zugunsten attraktiver Arbeitsbedingungen endlich herumgerissen werden.

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PHVN: Es bringt nichts, wenn nur die Technik zur Verfügung steht, am Ende ist die Anwendung im Klassenraum entscheidend

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz,  zum  heute veröffentlichten Umsetzungsrahmen des Digitalpaktes Schule:

„Der Philologenverband begrüßt, dass die Mittel aus dem Digitalpakt Schule in Niedersachsen schnell und möglichst unbürokratisch in die Schulen fließen sollen und unterstützt den Kultusminister ausdrücklich in seinem Bestreben, bewährte Lernformen durch die Digitalisierung zu unterstützen und nicht zu ersetzen. Für uns ist zentral, dass die Lehrer weiterhin frei sind, die pädagogisch besten Mittel für die Wissensvermittlung in ihrem Unterricht zu wählen.

Die geplante Prioritätensetzung des Kultusministeriums  halten wir allerdings für fragwürdig: Um die Möglichkeiten der digitalen Bildung auch in den Schulen voll ausschöpfen zu können, müssen Infrastruktur und Didaktik parallel und nicht nacheinander um- und ausgebaut werden. Es bringt nichts, wenn nur die Technik zur Verfügung steht, am Ende ist die Anwendung im Klassenraum entscheidend.

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PHVN: Minister muss bei den offenen Fragen zur Lehrerversorgung an Gymnasien ab 2020 endlich Klarheit schaffen

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes, Horst Audritz, zu den aktuellen Einstellungszahlen für das Schuljahr 2019/2020: 


„Der Optimismus des Kultusministers angesichts der nun verkündeten Einstellungszahlen für Lehrerinnen und Lehrer zum Schuljahr 2019/2020 ist für uns völlig unverständlich. Insbesondere die Zahl der neu ausgeschriebenen Stellen an den Gymnasien kann mit Blick auf die Unterrichtsversorgung nicht mal als ein Tropfen auf den heißen Stein bewertet werden. Seit Jahren kritisieren wir, dass die statistischen Werte zur Unterrichtsversorgung nicht vergleichbar für die Schulformen erhoben werden und damit die viel beschworene 100%-Marke kaum Aussagekraft hat. Nach jetziger Sachlage rückt diese Marke mit den nun veröffentlichten Zahlen für Lehrerneueinstellungen in weite Ferne. Mit Blick auf die Rückkehr zum Abitur nach 9 Jahren zum Schuljahr 2020/2021 wird die geringe Zahl der Einstellungen ein kaum zu stopfendes Loch verursachen. Die Frage, ob ab 2020 die absehbar fehlenden Lehrkräfte vorhanden sind, steht weiterhin unbeantwortet im Raum.

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PHVN: Rechtskonforme Gestaltung der Lehrerarbeitszeit muss zentrales Thema des Runden Tisches sein

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes, Horst Audritz, anlässlich des Runden Tisches zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und Schulleitungen:

„Bei den morgigen Beratungen mit den Lehrerverbänden am Runden Tisch des Kultusministers setzen wir beim Großteil der bereits bekannten 11-Punkte zur Streichung von Dokumentationspflichten und zum Bürokratieabbau an unseren Schulen ein breites Einvernehmen voraus, da diese seit Jahren in der Diskussion und daher beschlussreif sind. Dementsprechend erwarten wir eine umgehende Umsetzung.

Der Philologenverband appelliert an den Kultusminister, schnellstmöglich konkrete Lösungen für die deutlich schwerwiegenderen Probleme, wie beispielsweise die rechtskonforme Gestaltung der Lehrerarbeitszeit, den Abbau der Mehrarbeit sowie das Beenden der fortgesetzten Abordnungspraxis zu präsentieren. Diese Vorschläge zu beraten, muss zentrales Thema des Runden Tisches sein.

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Ministerium muss nachbessern – Minimalvorschläge zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung sind nicht zu Ende gedacht

Als Minimalvorschläge bewertet der Philologenverband Niedersachsen die von Kultusminister Tonne an die Schulleitungen gerichteten Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung. Zwar entsprächen sie in ihren Grundzügen den Vorschlägen, die der Verband zuletzt im Mai 2018 in einem Brandbrief den niedersächsischen Abgeordneten unterbreitet habe, es sei aber erneut festzustellen, dass die nun angekündigte Form der Umsetzung mit der heißen Nadel gestrickt sei: „Die nun unterbreiteten Möglichkeiten sind nicht konsequent zu Ende gedacht und gehen wieder zu Lasten der Lehrkräfte. An dieser Stelle erwarten wir klar mehr vom Ministerium“, stellt Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes fest.


Insbesondere die Möglichkeit den Ausgleich des verpflichtenden Arbeitszeitkontos nun von Freizeit auf Auszahlung umstellen zu können, sei ohne eine Anpassung der Mehrarbeitsvergütung inakzeptabel. „Wenn der Minister zur Sicherung der Unterrichtsversorgung auch vollbeschäftigte Lehrkräfte in der Ausgleichsphase für eine Auszahlung gewinnen will, müssen hier die unangemessen niedrigen Sätze der Mehrarbeitsvergütung erhöht werden“, fordert Audritz. 

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Möglichkeit zur Versetzung von Förderschullehrkräften darf nicht das kalkulierte Ende für die Förderschulen sein

Inklusion endlich neu ausrichten

Der Philologenverband Niedersachsen weist die Aussage von Kultusminister Tonne,  die Inklusion in Niedersachsen werde grundsätzlich in Frage gestellt, entschieden zurück. „Indem der Minister den Eindruck erweckt, dass diejenigen, die sich kritisch zur bisherigen Ausgestaltung der inklusiven Schule äußern, eine „Rückabwicklung“ der Inklusion erwägen, erweist er der gesamten konstruktiven Diskussion um eine bestmögliche Beschulung für alle Kinder einen Bärendienst“, kritisiert Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes.

Stimmen, die die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention ernsthaft zurücknehmen wollen, seien über die Schulformen hinweg schlicht nicht zu finden. Die Kritik an der Abschaffung der Förderschulen und an  der unzureichenden Konzeption für die Inklusion an den Regelschulen habe sich in den 10 Jahren nach Verabschiedung der Behindertenrechtskonvention als mehr als berechtigt erwiesen. Die Umsetzung der Inklusion sei durch fehlende finanzielle,  personelle, sächliche und räumliche Ressourcen gefährdet.  „Wenn das Kultusministerium zehn Jahre nach Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention jetzt die Arbeitspakete Inklusion 2019/2020 als „entscheidende Weiterentwicklungen und Reformen“ präsentiert, wird bedauerlicherweise wieder nur versucht, durch Einzelmaßnahmen zu flicken, was schief läuft, statt die Inklusion neu auszurichten“, so Audritz.

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Fehlende Haltung bei Durchsetzung der Schulpflicht ist fatales Signal

Einen konsequenteren Umgang mit den seit Wochen laufenden „Fridays for future“-Protesten fordert der Philologenverband Niedersachsen mit Blick auf die am Freitag (15. März) rund um die Welt als konzertierte Aktion für den Klimaschutz stattfinden Proteste ein. „Der Klimaschutz ist wichtig und braucht zweifelsfrei mehr Aufmerksamkeit von uns allen. Dies darf aber nicht über dauerhaft regelwidriges Verhalten wie dem Schulschwänzen erreicht werden“,  erklärt der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz.

Es sei bemerkenswert, dass das Thema Schulpflichtverletzung sowohl vom niedersächsischen Kultusministerium als auch dem Ministerpräsidenten bis hin zur Bundeskanzlerin kulant zu Seite gewischt würde. „Wir gewinnen hier immer mehr den Eindruck, dass die Umsetzung geltender Bestimmungen als unliebsames Thema auf unsere Lehrkräfte abgewälzt wird, da die politischen Verantwortungsträger auf der Sympathie-Welle der medialen Öffentlichkeit mitsurfen wollen“, so Audritz. Den Eindruck zu erwecken, dass bei politisch genehmem Engagement die Schulpflicht nicht so wichtig sei, sende ein fatales Signal an die Schülerinnen und Schüler.

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Wort halten, Herr Hilbers!

Zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf niedersächsische Beamte

Mit Nachdruck fordert der Philologenverband Niedersachsen eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der aktuellen Tarifergebnisse auf die niedersächsischen Beamten wie von Finanzminister Hilbers im Oktober 2018 zugesagt. „Die erkennbaren Absetzbewegungen des Finanzminister von seinen eigenen Versprechen sind für die Beamtinnen und Beamten nach den jahrelangen Sonderopfern ein klarer Affront“, erklärt der Vorsitzende des Philologenverbandes, Horst Audritz. Es sei nicht hinnehmbar, wenn nun erneut zulasten der Landesbediensteten gespart werde, wo sie doch durch die Streichung der Sonderzuwendungen und die fehlende Teilhabe an der Einkommensentwicklung seit Jahren maßgeblich zur Sanierung des maroden Landeshaushaltes beigetragen hätten. „Wir erwarten die vollständige Übernahme der Tarifergebnisse für unsere Beamten“, stellt Audritz klar.

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