logo

 

PHVN fordert Weihnachtsgeld als klares Signal an Landesbeamte

Fortgesetzt kurzsichtige Sparmaßnahmen verschärfen Lehrermangel und schlechte Unterrichtsversorgung


Zur Ablehnung einer besseren Besoldung der niedersächsischen Beamten aufgrund schrumpfender Steuereinnahmen äußert sich der Vorsitzende des Philologenverbandes, Horst Audritz, wie folgt:

„Die Äußerungen von Finanzminister Hilbers zu den aktuell geschätzten Steuerfehlbeträgen und die damit verbundene Absage an eine Verbesserung der Beamtenbesoldung lassen für die Zukunft Schlimmes befürchten. Nicht nur, dass die niedersächsischen Beamten seit Jahren von den allgemeinen Einkommensentwicklungen abgekoppelt waren und die Sonderzuwendungen ersatzlos gestrichen wurden, nun drohen die Einsparungen auf dem Rücken der Landesbeamten endgültig zementiert zu werden.

Es ist geradezu paradox, dass im niedersächsischen Finanzministerium seit Jahren – egal unter welchem Minister – Sparpotential offenbar nur beim eigenen Personal ausgemacht wird bei gleichzeitigen Klagen über fehlende Fachkräfte. Wenn das Land Niedersachsen sich als Arbeitgeber im Vergleich der Bundesländer nicht weiter ins Abseits manövrieren will, muss trotz angespannter Haushaltslage das Steuer zugunsten attraktiver Arbeitsbedingungen endlich herumgerissen werden.

Und dabei geht es eben nicht nur um eine dauerhaft zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse, dies setzen wir als selbstverständlich voraus. Es geht endlich um ein klares Signal an alle Landesbeamten durch den konkreten Wiedereinstieg in die Zahlung von Sonderzuwendungen wie das Weihnachtsgeld.

Insbesondere bei der Anwerbung junger Lehrer kann das Land derzeit keine stichhaltigen Argumente als Arbeitgeber bieten, die Besoldung  in anderen Ländern ist nachweislich besser. Lehrermangel und schlechte Unterrichtsversorgung werden sich mit diesen fortgesetzt kurzsichtigen Sparmaßnahmen jedenfalls noch deutlich verschärfen.“

Hannover, 14. Mai 2019