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Ministerium muss nachbessern – Minimalvorschläge zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung sind nicht zu Ende gedacht

Als Minimalvorschläge bewertet der Philologenverband Niedersachsen die von Kultusminister Tonne an die Schulleitungen gerichteten Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung. Zwar entsprächen sie in ihren Grundzügen den Vorschlägen, die der Verband zuletzt im Mai 2018 in einem Brandbrief den niedersächsischen Abgeordneten unterbreitet habe, es sei aber erneut festzustellen, dass die nun angekündigte Form der Umsetzung mit der heißen Nadel gestrickt sei: „Die nun unterbreiteten Möglichkeiten sind nicht konsequent zu Ende gedacht und gehen wieder zu Lasten der Lehrkräfte. An dieser Stelle erwarten wir klar mehr vom Ministerium“, stellt Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes fest.


Insbesondere die Möglichkeit den Ausgleich des verpflichtenden Arbeitszeitkontos nun von Freizeit auf Auszahlung umstellen zu können, sei ohne eine Anpassung der Mehrarbeitsvergütung inakzeptabel. „Wenn der Minister zur Sicherung der Unterrichtsversorgung auch vollbeschäftigte Lehrkräfte in der Ausgleichsphase für eine Auszahlung gewinnen will, müssen hier die unangemessen niedrigen Sätze der Mehrarbeitsvergütung erhöht werden“, fordert Audritz. 

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Möglichkeit zur Versetzung von Förderschullehrkräften darf nicht das kalkulierte Ende für die Förderschulen sein

Inklusion endlich neu ausrichten

Der Philologenverband Niedersachsen weist die Aussage von Kultusminister Tonne,  die Inklusion in Niedersachsen werde grundsätzlich in Frage gestellt, entschieden zurück. „Indem der Minister den Eindruck erweckt, dass diejenigen, die sich kritisch zur bisherigen Ausgestaltung der inklusiven Schule äußern, eine „Rückabwicklung“ der Inklusion erwägen, erweist er der gesamten konstruktiven Diskussion um eine bestmögliche Beschulung für alle Kinder einen Bärendienst“, kritisiert Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes.

Stimmen, die die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention ernsthaft zurücknehmen wollen, seien über die Schulformen hinweg schlicht nicht zu finden. Die Kritik an der Abschaffung der Förderschulen und an  der unzureichenden Konzeption für die Inklusion an den Regelschulen habe sich in den 10 Jahren nach Verabschiedung der Behindertenrechtskonvention als mehr als berechtigt erwiesen. Die Umsetzung der Inklusion sei durch fehlende finanzielle,  personelle, sächliche und räumliche Ressourcen gefährdet.  „Wenn das Kultusministerium zehn Jahre nach Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention jetzt die Arbeitspakete Inklusion 2019/2020 als „entscheidende Weiterentwicklungen und Reformen“ präsentiert, wird bedauerlicherweise wieder nur versucht, durch Einzelmaßnahmen zu flicken, was schief läuft, statt die Inklusion neu auszurichten“, so Audritz.

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Fehlende Haltung bei Durchsetzung der Schulpflicht ist fatales Signal

Einen konsequenteren Umgang mit den seit Wochen laufenden „Fridays for future“-Protesten fordert der Philologenverband Niedersachsen mit Blick auf die am Freitag (15. März) rund um die Welt als konzertierte Aktion für den Klimaschutz stattfinden Proteste ein. „Der Klimaschutz ist wichtig und braucht zweifelsfrei mehr Aufmerksamkeit von uns allen. Dies darf aber nicht über dauerhaft regelwidriges Verhalten wie dem Schulschwänzen erreicht werden“,  erklärt der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz.

Es sei bemerkenswert, dass das Thema Schulpflichtverletzung sowohl vom niedersächsischen Kultusministerium als auch dem Ministerpräsidenten bis hin zur Bundeskanzlerin kulant zu Seite gewischt würde. „Wir gewinnen hier immer mehr den Eindruck, dass die Umsetzung geltender Bestimmungen als unliebsames Thema auf unsere Lehrkräfte abgewälzt wird, da die politischen Verantwortungsträger auf der Sympathie-Welle der medialen Öffentlichkeit mitsurfen wollen“, so Audritz. Den Eindruck zu erwecken, dass bei politisch genehmem Engagement die Schulpflicht nicht so wichtig sei, sende ein fatales Signal an die Schülerinnen und Schüler.

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Wort halten, Herr Hilbers!

Zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf niedersächsische Beamte

Mit Nachdruck fordert der Philologenverband Niedersachsen eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der aktuellen Tarifergebnisse auf die niedersächsischen Beamten wie von Finanzminister Hilbers im Oktober 2018 zugesagt. „Die erkennbaren Absetzbewegungen des Finanzminister von seinen eigenen Versprechen sind für die Beamtinnen und Beamten nach den jahrelangen Sonderopfern ein klarer Affront“, erklärt der Vorsitzende des Philologenverbandes, Horst Audritz. Es sei nicht hinnehmbar, wenn nun erneut zulasten der Landesbediensteten gespart werde, wo sie doch durch die Streichung der Sonderzuwendungen und die fehlende Teilhabe an der Einkommensentwicklung seit Jahren maßgeblich zur Sanierung des maroden Landeshaushaltes beigetragen hätten. „Wir erwarten die vollständige Übernahme der Tarifergebnisse für unsere Beamten“, stellt Audritz klar.

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Statement des PHVN zur Inklusionskritik der IGS-Schulleiter Hannover

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz, anlässlich des öffentlichen Hilferufs der IGS-Schulleiter in Hannover zur Überforderung durch die Inklusion:

„Mit ihrer Kritik an der bisherigen Ausgestaltung der Inklusion an allen Schulformen legen die Integrierten Gesamtschulen Hannovers einmal mehr den Finger in die Wunde gravierender Inklusionsmängel. Die Inklusion wird einseitig auf die Lehrkräfte abgeladen, ohne hinreichende Unterstützungsleistungen wie beispielsweise durch Schulbegleiter oder Förderschullehrer, zu gewähren. Dies alles führt dazu, dass der Unterricht an den Schulen einer individuellen Förderung sowohl leistungsschwacher als auch leistungsstarker Schüler nicht mehr gerecht werden kann. Das gilt insbesondere für die Grundschulen, die die größte Zahl von Inklusionsschülern aller Schulformen haben.

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Statement des PHVN zu Entlastungsmaßnahmen in Schulen bei Dokumentation und Bürokratie

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes, Horst Audritz, zur heutigen Ankündigung des Kultusministers, Bürokratie an den Schulen abzubauen und Dokumentationspflichten zu streichen:

„Der heute verkündete 11-Punkte-Plan des Kultusministers zur Streichung von Dokumentationspflichten und zum Bürokratieabbau an unseren Schulen ist ein wichtiger und richtiger Schritt zur Entlastung unserer Lehrkräfte. Die vorgeschlagenen Maßnahmen, insbesondere das Aussetzen der VERA-Vergleichsarbeiten, eine nur noch freiwillige anlassbezogene Schulinspektion sowie die Gewährung von Korrekturtagen bei kurzen Fristen im Abitur entsprechen unseren langjährigen Forderungen nach konkreten Entlastungen im Schulalltag. Bei den Beratungen dieses Katalogs mit den Lehrerverbänden setzen wir einen breiten Konsens voraus, da die vorgeschlagenen Maßnahmen schon seit 2012 in der Diskussion und dementsprechend beschlussreif sind. Sie müssen umgehend umgesetzt werden.

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PHVN: Kultusministerium hat Unterrichtsversorgung weiter nicht im Griff

„Optimismus des Ministers kann fehlende Konzepte nicht ersetzen“

Deutliche Kritik an einer erneut verkürzten und damit unzutreffenden Darstellung der Unterrichtsversorgung der Gymnasien durch Kultusminister Tonne übt der Philologenverband Niedersachsen. „Wieder einmal erweckt Minister Tonne mit den von ihm vorgelegten Zahlen den Eindruck, dass an den Gymnasien mit einer durchschnittlichen Versorgung von 102,2 Prozent die Welt in Ordnung ist. Doch die angeführte Zahl ist ein rein statistischer Wert, der wenig über die tatsächliche Erteilung des Unterrichts an den einzelnen Gymnasien aussagt und auch das fachspezifische Fehl vieler Schulen nicht berücksichtigt“, stellt Verbandsvorsitzender Horst Audritz klar. Bei mittlerweile neun gymnasialen Mangelfächern könne von einer guten Unterrichts- und Lehrerversorgung überhaupt nicht die Rede.

Seit Jahren berechne das Kultusministerium die Zahlen zur Unterrichtsversorgung auf völlig unterschiedlicher Grundlage. Die statistische Unterrichtsversorgung sei zwischen den Schulformen daher überhaupt nicht vergleichbar, da beispielsweise das Gymnasium allein zur Erteilung des Pflichtunterrichts eine wesentlich höhere statistische Unterrichtsversorgung benötige als andere Schulformen, was das Kultusministerium selbst wiederholt einräumen musste. „Der in Wirklichkeit desaströs hohe Unterrichtsausfall wird dadurch nach wie vor verschleiert. Dies gilt auch für die fächerspezifische Unterrichtsversorgung. Betrachtet man allein an unseren Gymnasien die Lücken bei der Versorgung in Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern, werden die Probleme sofort deutlich“, bilanziert Audritz.

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Statement des PHVN zu Lehrerneueinstellungen und Abordnungen

Der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz, zu den von Minister Tonne präsentierten Zahlen der Lehrerneueinstellungen und seinen Äußerungen, die Abordnungen weiterhin fortzuführen:

„Der Versuch, die untragbare Abordnungspraxis angesichts der fehlenden Lehrkräfte für die Grund-, Haupt-, Real-, Ober-, und Gesamtschulen als notwendiges Übel darzustellen, zeigt einmal mehr, dass Minister Tonne und sein Haus konzeptlos durch die Schuljahre schliddern.
Es ist richtig, dass der Bedarf an den Gymnasien 2020 durch das Abitur nach 13 Jahren noch einmal deutlich ansteigt und auch jetzt schon im Hinblick darauf vorausschauend eingestellt werden muss. Damit aber argumentativ einen Deckmantel über die weiter zunehmende Abordnungspraxis zu legen, ist eine erneute Täuschung der Öffentlichkeit über die tatsächliche Situation an unseren Schulen. Die Abordnungen betreffen in Niedersachsen flächendeckend viele Gymnasiallehrer, keineswegs nur neueingestellte Lehrkräfte, wie die Argumentation von Herrn Minister Tonne glauben macht, und führen an den abordnenden Gymnasien zwangsläufig zu Einschränkungen des Unterrichtsangebotes bis hin zum Unterrichtsausfall in einzelnen Fächern.

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PHVN: Lehrer aus parteipolitischem Interesse mit Hilfe eines virtuellen Prangers zu stigmatisieren, ist eine Grenze, die nicht überschritten werden darf!

Die Vorstellung des AfD-Meldeportals „Neutrale Lehrer Niedersachsen“ kommentiert der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz, wie folgt:

„Lehrer als gesamte Gruppe aus parteipolitischem Interesse mit Hilfe eines virtuellen Prangers zu stigmatisieren, ist eine Grenze, die nicht überschritten werden darf. Mit der Einrichtung eines niedersächsischen Denuntiationsportals macht die AfD deutlich, dass sie unsere Demokratie und ihre Grundwerte in Frage stellt. Zu behaupten, an unseren Schulen werde gegen die Partei Politik gemacht, ist schlicht falsch. An unseren Schulen wird über Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Populismus aufgeklärt, wie es unserem demokratischen Auftrag entspricht. Diesen Auftrag nehmen wir sehr ernst. Die Art und Weise des Umgangs der AfD mit Kritik an ihrem Vorgehen zeigt, wie notwendig politische Bildung und die Erziehung unserer Schüler zu mündigen Bürgern sind!“

Philologentag 2018: Starke Gymnasien unabdingbar für leistungsfähiges Schulwesen

Gerechtigkeitslücken bei Arbeitszeit und Besoldung endlich schließen

Horst Audritz mit großer Mehrheit als Vorsitzender im Amt bestätigt


Den Stillstand in der niedersächsischen Bildungspolitik endlich zu beenden und Lehrkräften wie Gymnasien gebührend den Rücken zu stärken forderte der Philologentag 2018 in Goslar zum Abschluss eindringlich von Kultusminister Tonne und der rot-schwarzen Landesregierung. Starke Gymnasien seien für den leistungsfähigen Schul- und Bildungsstandort Niedersachsen unabdingbar.

Aus Sicht der über 300 Delegierten aus den niedersächsischen Gymnasien, Gesamtschulen und Studienseminaren sei es überfällig, dass das Land endlich seine Fürsorgepflicht für die niedersächsischen Lehrerinnen und Lehrer wahrnehme und insgesamt seiner Verpflichtung und Verantwortung, für eine rechtskonforme Arbeitszeit der Lehrer zu sorgen, nachkomme. Es sei zwingend, zunächst die Gymnasiallehrer als diejenige Lehrergruppe vorrangig zu entlasten, die ausweislich aller bisherigen Arbeitszeituntersuchungen die höchste Arbeitszeit hat. Dies müsse durch eine umgehende Senkung der Pflichtstundenzahl sowie durch ausreichende Zuweisung von Anrechnungsstunden an Teilzeitkräfte, Lehrkräfte in Oberstufen- und Abiturkursen, Funktionsinhaber und Koordinatoren dringend umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang forderte die Vertreterversammlung unter anderem auch die Wiedereinführung der bereits im rot-schwarzen Koalitionsvertrag zugesagten Altersermäßigung.

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