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Beiträge

Überstundenschutz gilt auch für Lehrerinnen und Lehrer

EuGH bestätigt Forderung nach Arbeitszeiterhebung

Das Arbeitszeiturteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) bringt neue Bewegung in die vom Philologenverband Niedersachsen seit langem geforderte überprüfbare Erhebung von Arbeitszeiten der niedersächsischen Lehrkräfte. „Die bislang bekannten Aussagen des EuGH lassen darauf schließen, dass durch die Maßgabe einer grundsätzlichen Erhebung von Wochenarbeitszeit und Überstunden endlich auch für unsere Lehrerinnen und Lehrer ein fundierter objektiver Nachweis ihrer tatsächlichen Belastung geführt werden kann. Die bisherige Weigerung des Landes, Arbeitszeitdaten zu erheben, wird unter diesen neuen Voraussetzungen nicht haltbar sein“, erklärt Horst Audritz, Landesvorsitzender des Philologenverbandes Niedersachsen.

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PHVN fordert Weihnachtsgeld als klares Signal an Landesbeamte

Fortgesetzt kurzsichtige Sparmaßnahmen verschärfen Lehrermangel und schlechte Unterrichtsversorgung


Zur Ablehnung einer besseren Besoldung der niedersächsischen Beamten aufgrund schrumpfender Steuereinnahmen äußert sich der Vorsitzende des Philologenverbandes, Horst Audritz, wie folgt:

„Die Äußerungen von Finanzminister Hilbers zu den aktuell geschätzten Steuerfehlbeträgen und die damit verbundene Absage an eine Verbesserung der Beamtenbesoldung lassen für die Zukunft Schlimmes befürchten. Nicht nur, dass die niedersächsischen Beamten seit Jahren von den allgemeinen Einkommensentwicklungen abgekoppelt waren und die Sonderzuwendungen ersatzlos gestrichen wurden, nun drohen die Einsparungen auf dem Rücken der Landesbeamten endgültig zementiert zu werden.

Es ist geradezu paradox, dass im niedersächsischen Finanzministerium seit Jahren – egal unter welchem Minister – Sparpotential offenbar nur beim eigenen Personal ausgemacht wird bei gleichzeitigen Klagen über fehlende Fachkräfte. Wenn das Land Niedersachsen sich als Arbeitgeber im Vergleich der Bundesländer nicht weiter ins Abseits manövrieren will, muss trotz angespannter Haushaltslage das Steuer zugunsten attraktiver Arbeitsbedingungen endlich herumgerissen werden.

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PHVN: Es bringt nichts, wenn nur die Technik zur Verfügung steht, am Ende ist die Anwendung im Klassenraum entscheidend

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz,  zum  heute veröffentlichten Umsetzungsrahmen des Digitalpaktes Schule:

„Der Philologenverband begrüßt, dass die Mittel aus dem Digitalpakt Schule in Niedersachsen schnell und möglichst unbürokratisch in die Schulen fließen sollen und unterstützt den Kultusminister ausdrücklich in seinem Bestreben, bewährte Lernformen durch die Digitalisierung zu unterstützen und nicht zu ersetzen. Für uns ist zentral, dass die Lehrer weiterhin frei sind, die pädagogisch besten Mittel für die Wissensvermittlung in ihrem Unterricht zu wählen.

Die geplante Prioritätensetzung des Kultusministeriums  halten wir allerdings für fragwürdig: Um die Möglichkeiten der digitalen Bildung auch in den Schulen voll ausschöpfen zu können, müssen Infrastruktur und Didaktik parallel und nicht nacheinander um- und ausgebaut werden. Es bringt nichts, wenn nur die Technik zur Verfügung steht, am Ende ist die Anwendung im Klassenraum entscheidend.

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PHVN: Minister muss bei den offenen Fragen zur Lehrerversorgung an Gymnasien ab 2020 endlich Klarheit schaffen

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes, Horst Audritz, zu den aktuellen Einstellungszahlen für das Schuljahr 2019/2020: 


„Der Optimismus des Kultusministers angesichts der nun verkündeten Einstellungszahlen für Lehrerinnen und Lehrer zum Schuljahr 2019/2020 ist für uns völlig unverständlich. Insbesondere die Zahl der neu ausgeschriebenen Stellen an den Gymnasien kann mit Blick auf die Unterrichtsversorgung nicht mal als ein Tropfen auf den heißen Stein bewertet werden. Seit Jahren kritisieren wir, dass die statistischen Werte zur Unterrichtsversorgung nicht vergleichbar für die Schulformen erhoben werden und damit die viel beschworene 100%-Marke kaum Aussagekraft hat. Nach jetziger Sachlage rückt diese Marke mit den nun veröffentlichten Zahlen für Lehrerneueinstellungen in weite Ferne. Mit Blick auf die Rückkehr zum Abitur nach 9 Jahren zum Schuljahr 2020/2021 wird die geringe Zahl der Einstellungen ein kaum zu stopfendes Loch verursachen. Die Frage, ob ab 2020 die absehbar fehlenden Lehrkräfte vorhanden sind, steht weiterhin unbeantwortet im Raum.

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PHVN: Rechtskonforme Gestaltung der Lehrerarbeitszeit muss zentrales Thema des Runden Tisches sein

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes, Horst Audritz, anlässlich des Runden Tisches zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und Schulleitungen:

„Bei den morgigen Beratungen mit den Lehrerverbänden am Runden Tisch des Kultusministers setzen wir beim Großteil der bereits bekannten 11-Punkte zur Streichung von Dokumentationspflichten und zum Bürokratieabbau an unseren Schulen ein breites Einvernehmen voraus, da diese seit Jahren in der Diskussion und daher beschlussreif sind. Dementsprechend erwarten wir eine umgehende Umsetzung.

Der Philologenverband appelliert an den Kultusminister, schnellstmöglich konkrete Lösungen für die deutlich schwerwiegenderen Probleme, wie beispielsweise die rechtskonforme Gestaltung der Lehrerarbeitszeit, den Abbau der Mehrarbeit sowie das Beenden der fortgesetzten Abordnungspraxis zu präsentieren. Diese Vorschläge zu beraten, muss zentrales Thema des Runden Tisches sein.

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