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Beiträge

Abordnungschaos statt Planungen mit Weitblick

Zu den Aussagen des Kultusministers auf eine Landtagsanfrage (Drucksache 18/3973) zu Stellenbesetzungen, Unterrichtsversorgung und Mehrarbeit, äußert sich der Vorsitzende des Philologenverbandes, Horst Audritz, wie folgt:


„Erneut erleben wir, dass das Kultusministerium keine Antworten auf die zentralen Fragen der Schulpolitik geben kann. Seit Jahren wird beklagt, dass Lehrer an bestimmten Schulformen fehlen. Seit Jahren ist bekannt, dass über alle Schulformen hinweg massiv Unterricht ausfällt.
Ebenso wird seit Jahren behauptet, die Gymnasien seien in diesen Punkten weniger massiv betroffen. Diese Aussage ist allerdings seit jeher falsch, da die statistischen Werte nichts über die reale Unterrichtsversorgung aussagen. Es wird vom Kultusministerium suggeriert, dass an den Gymnasien ausreichend Unterricht stattfindet, es genug Lehrkräfte auch bei den kommenden Einstellungsrunden gibt und diese dann auch weiterhin an anderen Schulen einspringen könnten. Die Realität sieht jedoch völlig anders aus.

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Mathematikabitur darf niedersächsische Schülerinnen und Schüler nicht benachteiligen

Vergleichbarkeit des Abiturs ist nicht gegeben
Ausstieg aus dem Aufgabenpool, bis Vergleichbarkeit gesichert ist


Der Kultusminister hat heute entschieden, dass die Abiturbewertung im Fach Mathematik in Niedersachsen unverändert bleibt. Obwohl sich der Notendurchschnitt im Vergleich zu 2018 mit -0,4 Notenpunkten nur geringfügig verschlechtert hat, bleibt Diskussionsbedarf. Das Desaster um die Bewertung des diesjährigen Mathematikabiturs in einigen Bundesländern unterstreicht erneut die Notwendigkeit, den länderübergreifenden Aufgabenpool auf den Prüfstand zu stel-len. Hierzu erklärt der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen:

„Es ist kaum zu glauben, wie es zum wiederholten Male zu einer missglückten Aufgabenstellung im Mathematikabitur kommen konnte. Nach Meinung vieler Fachleute seien die Aufgaben zwar lösbar gewesen, aber mit konstruierten Textzusammenhängen überfrachtet, nicht eindeutig formuliert und vor allem dadurch in der vorgegebenen Zeit auch für leistungsstarke Schülerin-nen und Schüler kaum lösbar gewesen. Die Normierung der Aufgaben und ihrer Bewertung durch einen Aufgabenpool des Instituts für Qualitätsentwicklung in Berlin ist im Fach Mathematik offensichtlich gescheitert. Die Vergleichbarkeit des Abiturs ist so mehr Schein als Sein."

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Überstundenschutz gilt auch für Lehrerinnen und Lehrer

EuGH bestätigt Forderung nach Arbeitszeiterhebung

Das Arbeitszeiturteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) bringt neue Bewegung in die vom Philologenverband Niedersachsen seit langem geforderte überprüfbare Erhebung von Arbeitszeiten der niedersächsischen Lehrkräfte. „Die bislang bekannten Aussagen des EuGH lassen darauf schließen, dass durch die Maßgabe einer grundsätzlichen Erhebung von Wochenarbeitszeit und Überstunden endlich auch für unsere Lehrerinnen und Lehrer ein fundierter objektiver Nachweis ihrer tatsächlichen Belastung geführt werden kann. Die bisherige Weigerung des Landes, Arbeitszeitdaten zu erheben, wird unter diesen neuen Voraussetzungen nicht haltbar sein“, erklärt Horst Audritz, Landesvorsitzender des Philologenverbandes Niedersachsen.

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PHVN fordert Weihnachtsgeld als klares Signal an Landesbeamte

Fortgesetzt kurzsichtige Sparmaßnahmen verschärfen Lehrermangel und schlechte Unterrichtsversorgung


Zur Ablehnung einer besseren Besoldung der niedersächsischen Beamten aufgrund schrumpfender Steuereinnahmen äußert sich der Vorsitzende des Philologenverbandes, Horst Audritz, wie folgt:

„Die Äußerungen von Finanzminister Hilbers zu den aktuell geschätzten Steuerfehlbeträgen und die damit verbundene Absage an eine Verbesserung der Beamtenbesoldung lassen für die Zukunft Schlimmes befürchten. Nicht nur, dass die niedersächsischen Beamten seit Jahren von den allgemeinen Einkommensentwicklungen abgekoppelt waren und die Sonderzuwendungen ersatzlos gestrichen wurden, nun drohen die Einsparungen auf dem Rücken der Landesbeamten endgültig zementiert zu werden.

Es ist geradezu paradox, dass im niedersächsischen Finanzministerium seit Jahren – egal unter welchem Minister – Sparpotential offenbar nur beim eigenen Personal ausgemacht wird bei gleichzeitigen Klagen über fehlende Fachkräfte. Wenn das Land Niedersachsen sich als Arbeitgeber im Vergleich der Bundesländer nicht weiter ins Abseits manövrieren will, muss trotz angespannter Haushaltslage das Steuer zugunsten attraktiver Arbeitsbedingungen endlich herumgerissen werden.

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PHVN: Es bringt nichts, wenn nur die Technik zur Verfügung steht, am Ende ist die Anwendung im Klassenraum entscheidend

Statement des Vorsitzenden des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz,  zum  heute veröffentlichten Umsetzungsrahmen des Digitalpaktes Schule:

„Der Philologenverband begrüßt, dass die Mittel aus dem Digitalpakt Schule in Niedersachsen schnell und möglichst unbürokratisch in die Schulen fließen sollen und unterstützt den Kultusminister ausdrücklich in seinem Bestreben, bewährte Lernformen durch die Digitalisierung zu unterstützen und nicht zu ersetzen. Für uns ist zentral, dass die Lehrer weiterhin frei sind, die pädagogisch besten Mittel für die Wissensvermittlung in ihrem Unterricht zu wählen.

Die geplante Prioritätensetzung des Kultusministeriums  halten wir allerdings für fragwürdig: Um die Möglichkeiten der digitalen Bildung auch in den Schulen voll ausschöpfen zu können, müssen Infrastruktur und Didaktik parallel und nicht nacheinander um- und ausgebaut werden. Es bringt nichts, wenn nur die Technik zur Verfügung steht, am Ende ist die Anwendung im Klassenraum entscheidend.

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